Verbannt

Der Stamm des eilenden Wassers wird von grausamen Eindringlingen bedroht und ist auf die Hilfe der Clans angewiesen. Häherpfote, Löwenpfote und Distelpfote treten die gefährliche Reise in die Berge an, um den Stamm zu retten. Während sie den Stammeskatzen beibringen, ihre Grenzen zu verteidigen, entdeckt Häherpfote die uralten Wurzeln der Prophezeiung.

!Spoiler!


Prolog

Eine Patrouille des Stammes des eilenden Wassers versucht, eine Gruppe fremder Katzen aus ihrem Territorium in den Bergen zu vertreiben. Die Stammeskatzen fordern die Eindringlinge auf, ihr Gebiet zu verlassen, doch diese weigern sich. Selbst die eindringliche Warnung von Steinsager kann die Eindringlinge nicht zum Rückzug bewegen. Stattdessen eskaliert die Situation, und ein Kampf zwischen den beiden Gruppen entbrennt.

Kapitel 1

Blattsee kühlt sich am Ufer des Sees ab und fragt ihren Schüler Häherpfote, ob er ebenfalls ins Wasser kommen möchte. Dieser lehnt jedoch dankend ab, da er durch seine Erlebnisse mit Fallendes Blatt in seinen Träumen und die Rettung der Jungen des WindClans beinahe ertrunken ist. Stattdessen sucht er lieber nach dem Stock, über den die Ahnen der Katzen, die vor vielen Generationen am See lebten, mit ihm kommunizieren. Doch dieses Mal bleiben die Stimmen der Ahnen still. Häherpfote sehnt sich nach ihren Weisheiten, insbesondere in Bezug auf die Prophezeiung, die er in Feuersterns Träumen gehört hat:

Drei werden es sein, Blut von deinem Blut. Sie halten die Macht der Sterne in ihren Pfoten.

Während die beiden Heilerkatzen Heilkräuter sammeln, begegnen sie Haselpfote, die zusammen mit Beerenpfote und Mauspfote ihre letzte Prüfung ablegt. Stolz zeigt sie Häherpfote ihre erbeutete Wühlmaus. Auf dem Rückweg ins Lager schweifen Häherpfotes Gedanken erneut zu den verstummten Stimmen, sodass er versehentlich eine Drossel verscheucht, die Beerenpfote als Frischbeute ins Visier genommen hatte. Im Lager angekommen fragt Blattsee ihn, ob es ihm gut gehe, doch Häherpfote bejaht, obwohl er sichtlich mit seinen Gedanken abwesend ist.

Im Lager herrscht reges Treiben: Distelpfote und Rußpfote unterhalten sich über ihr Kampftraining, bei dem Distelpfote aufgrund von Rußpfotes schmerzendem Bein überlegen war. Aschenpelz lobt den erschöpften Löwenpfote für seine erfolgreiche Jagd. Die jüngsten Neuankömmlinge machen durch ihre lauten Stimmen auf sich aufmerksam. Feuerstern stellt eine Patrouille zusammen und bespricht mit den Mentoren die bevorstehende Krieger-Zeremonie. Schließlich verleiht er Beerenpfote, Mauspfote und Haselpfote ihre Kriegernamen: Beerennase, Mausbart und Haselschweif.

Häherpfote nimmt nicht an den Gesprächen teil. Seine Gedanken kreisen um seinen eigenen Weg als Heiler-Schüler. Selbst wenn er seinen vollen Namen erhalten würde, bliebe er weiterhin Blattsees Schüler, bis sie eines Tages stirbt. Der Gedanke, dass seine Geschwister ihn auf ihrem Weg irgendwann überholen könnten, ärgert ihn zwar, doch gleichzeitig wünscht er sich keineswegs Blattsees Tod.

Kapitel 2

Löwenpfote ist Teil der Morgenpatrouille und entdeckt dabei einen der Tunnel, der zu der geheimen Höhle unter den Territorien des DonnerClans und WindClans führt. Er erinnert sich an die schönen Zeiten, die er mit Heidepfote verbracht hat, und wünscht sich für einen Moment, dorthin zurückzukehren. Doch er besinnt sich auf sein Ziel, der beste Krieger des Waldes zu werden. Währenddessen wird er von Beerennase geneckt, der sich als frischgebackener Krieger dazu berufen fühlt, Löwenpfote zu belehren.

Beim anschließenden Kampftraining mit Mohnpfote führt Löwenpfote einen Trick aus, der Dornenkralle so beeindruckt, dass dieser ihn fragt, woher er diesen gelernt habe. Löwenpfote lügt und behauptet, er habe ihn selbst entwickelt, obwohl der Trick von Tigerstern und Habichtfrost stammt, die ihn in ihren geheimen Trainingsstunden unterrichten.

Nach dem Training gibt Aschenpelz seinem Schüler die Aufgabe, den Ältestenbau zu reparieren. Eisjunges und Fuchsjunges bieten ihre Hilfe an, lassen sich jedoch schnell ablenken und bitten stattdessen Langschweif, ihnen eine Geschichte über Tigerstern zu erzählen. Langschweif berichtet, dass Tigerstern einst der stärkste Krieger und beste Kämpfer des Waldes war, sein übermäßiger Ehrgeiz jedoch zu seinem Untergang führte. Statt geduldig auf seine Zeit zu warten, habe er getötet, um seine Ambitionen zu verwirklichen.

Löwenpfote denkt über Langschweifs Worte nach. Der Gedanke an Tigersterns grenzenlosen Ehrgeiz bereitet ihm Unbehagen. Doch er beruhigt sich mit der Überzeugung, dass Tigerstern keinen Ehrgeiz mehr habe, keine Pläne mehr schmieden könne und lediglich Löwenpfote zu einem guten Krieger machen wolle.

Kapitel 3

Distelpfote besucht die Kinderstube und trifft am Frischbeutehaufen auf Honigpfote, die voller Schwärmerei über Beerennase spricht. Distelpfote fragt sich, ob der Clan von ihr erwartet, eines Tages Junge zu bekommen, oder ob sie stattdessen eine außergewöhnliche Kriegerin oder sogar Anführerin werden könnte. Um Klarheit zu gewinnen, sucht sie das Gespräch mit ihrer Mutter Eichhornschweif. Sie möchte wissen, wie Eichhornschweif es geschafft hat, nach ihrer Zeit als Königin wieder Kriegerin zu werden, und ob eine frühere Königin noch Anführerin werden könne. Eichhornschweif erklärt ihr, dass viele Königinnen problemlos in ihre Rolle als Kriegerinnen zurückkehren.

Nach ihrer Rückkehr von der Jagd ruft Feuerstern den Clan zusammen, um Eisjunges und Fuchsjunges zu Schülern zu ernennen. Er ernennt Eichhornschweif zur Mentorin von Fuchspfote und Weißflug zur Mentorin von Eispfote. Der Clan feiert die neuen Schüler mit dem traditionellen Ritual, ihre Namen zu rufen. Im Gespräch mit Beerennase äußert sich Birkenfall jedoch enttäuscht darüber, dass er nicht als Mentor ausgewählt wurde, und betont, dass er ebenso gut wie Weißflug gewesen wäre. Diese Bemerkung verärgert Distelpfote, die Birkenfall früher als humorvollen Gefährten schätzte, ihn nun aber genauso nervig findet wie Beerennase.

Später begleitet Distelpfote ihren Mentor Farnpelz und Feuerstern auf der Abendpatrouille. Entschlossen, ihrem Anführer zu zeigen, was sie bereits gelernt hat, gibt sie sich besonders viel Mühe. Als die Patrouille die Grenze zum SchattenClan erreicht, hören sie plötzlich das Heulen und Kreischen kämpfender Katzen. Distelpfote erkennt Beerennase und Birkenfall, die sich auf dem Territorium des SchattenClans befinden.

Feuerstern schreitet sofort ein und befiehlt seinen Kriegern, den Kampf zu beenden. Er stellt die beiden zur Rede, und Birkenfall gibt kleinlaut zu, dass sie Beute auf dem SchattenClan-Gebiet gemacht haben, da die Grenzmarkierungen schwer zu erkennen waren. Schwarzstern, der inzwischen eingetroffen ist, erinnert sich zusammen mit Feuerstern an den alten Wald. Er bemerkt, dass die Grenzen der Territorien dort einfacher zu unterscheiden waren und zweifelt, ob der See der richtige Ort für die Clans sei. Feuerstern entgegnet, dass der SternenClan ihre Vorfahren damals in den Wald geführt habe, genauso wie er sie später zum See brachte. Schwarzstern hingegen meint, dass die SternenClan-Katzen alle im Wald lebten und es stattdessen eine längst vergessene Gruppe Ur-Katzen gewesen sein muss, die den Wald ursprünglich besiedelte.

Kapitel 4

Am nächsten Morgen bemerkt Distelpfote, dass Beerennase und Birkenfall wegen ihres Fehlverhaltens zu Schüleraufgaben verdonnert wurden. Da das schlechte Wetter keine Jagd zulässt und das Kampftraining erst später beginnt, beschließt sie, sich draußen etwas die Zeit zu vertreiben. Während der Regen zunimmt, sucht Distelpfote Schutz in einer Höhle und trifft dort auf Häherpfote. Er erzählt ihr, dass er eine Verbindung zu den Ur-Katzen spürt, die vor vielen Blattwechseln am See gelebt haben. Doch seit der Rettung der Jungen aus den Höhlen schweigen die Ahnen, weshalb Häherpfote die Höhle erneut aufsuchen möchte. Distelpfote warnt ihn davor, sich unnötig in Gefahr zu bringen, und Häherpfote verspricht, mit ihr zum Clan zurückzukehren. Insgeheim hält er jedoch an seinem Plan fest, in die Höhle zurückzukehren.

Später gehen die Schüler mit ihren Mentoren auf die Jagd. Doch Distelpfote ist in Gedanken versunken, weshalb ihr eine Maus entwischt. Bach, die die Schüler begleitet, erzählt ihnen, dass auch sie anfangs Schwierigkeiten hatte, sich an die neuen Jagdtechniken der Clans anzupassen, doch sie ist überzeugt, dass Distelpfote bald wieder den Dreh raus haben wird.

Während sie gemeinsam weiterjagen, erzählt Bach den Schülern vom Stamm des eilenden Wassers, von den Zukünftigen, den Höhlenwächtern und den Beutejägern. Sie beschreibt, wie die Stammeskatzen ihre Bestimmung schon bei der Geburt erhalten. Distelpfote wünscht sich, dass dies auch bei ihr so gewesen wäre – dann hätte sie nie in Erwägung gezogen, Heilerin werden zu wollen, obwohl ihre Stärken eindeutig in der Jagd und im Kampf liegen. Neugierig überlegt sie, wie es wohl wäre, die Stammeskatzen persönlich kennenzulernen.

Kapitel 5

Häherpfote ist mit seiner Mentorin Blattsee auf dem Weg zum Mondsee, verfolgt jedoch das Ziel, Stein um Antworten zu bitten. Er erhofft sich von den Ahnen Erkenntnisse über seine Gabe. Unterwegs wird erwähnt, dass Mottenflügel im Lager geblieben ist, angeblich wegen eines Bienenstichs, den ein anderer Krieger erlitten hat. Häherpfote, der weiß, dass Mottenflügel keine Verbindung zum SternenClan hat, hält dies für eine Ausrede.

Falkenpfote fragt Häherpfote unterwegs, wie es ist, blind zu sein. Häherpfote erklärt, dass er sich auf seine anderen Sinne konzentrieren müsse, um sich zurechtzufinden.

Am Mondsee angekommen, zeigt Häherpfote kein Interesse daran, in die Träume der anderen Katzen einzutauchen. Stattdessen konzentriert er sich darauf, mit Stein zu sprechen. Stein erscheint ihm tatsächlich und beantwortet Häherpfotes Fragen zu den ältesten Vorfahren, die gemeinsames Blut mit Clan-Katzen, Stammeskatzen und Ur-Katzen teilen, jedoch nur ausweichend. Schließlich offenbart er, dass Häherpfote Antworten beim Stamm des eilenden Wassers finden wird – Antworten, die ihm jedoch nicht gefallen werden.

In einem Traum findet sich Häherpfote in Blattsees Vision wieder. Blattsee beobachtet den SternenClan bei der Jagd auf Beute und wird von einer Katze mit blau schimmerndem Fell begrüßt. Gemeinsam sehen sie, wie Federschweif nach der Jagd eine andere Richtung einschlägt und erklärt, dass sie sich anderen Katzen verpflichtet fühlt, die Hilfe benötigen. Häherpfote bemerkt, dass auch Stein in diese Richtung geht.

Aus den Ereignissen des Abends schlussfolgert Häherpfote, dass die Schicksale des SternenClans, der Stammeskatzen und der Geisterkatzen mit denen der Katzen am See verschmelzen. Er ist überzeugt, dass er die Macht über alle Vorfahren – sowohl gegenwärtige als auch vergangene – besitzen müsse.

Nach dem Erwachen besprechen Blattsee und Häherpfote, ob sie Feuerstern mitteilen sollen, dass der Stamm des eilenden Wassers offenbar in Schwierigkeiten steckt. Sie entscheiden sich, es ihm Sturmpelz und Bach zuliebe zu erzählen. Häherpfote ist fest entschlossen, selbst zum Stamm zu gehen, um Antworten auf seine Fragen zu finden.

Kapitel 6

Löwenpfote ist mit den anderen Schülern beim Kampftraining, das von Beerennase kommentiert wird, der mittlerweile von seinen Schülerpflichten entbunden ist. Löwenpfote lässt sich von Beerennases provokanten Bemerkungen triggern und reagiert verbal auf ihn. Bevor die Situation jedoch eskaliert – obwohl Löwenpfote dem arroganten Kater am liebsten die Nase zerkratzen würde – verlässt er die Szene.

Sturmpelz bemerkt Löwenpfotes Frustration und muntert ihn auf, sich nicht provozieren zu lassen. Er zeigt Verständnis für den Druck, unter dem Löwenpfote steht, da er als Enkel des großen Feuersterns oft besonders hohe Erwartungen erfüllen muss. Sturmpelz vergleicht Löwenpfotes Situation mit der von Brombeerkralle, der unter dem Schatten von Tigersterns Ruf litt.

Um Löwenpfote zu ermutigen, erzählt Sturmpelz von der großen Reise zum Wassernest der Sonne und den Freundschaften, die er damals mit Katzen aus anderen Clans geschlossen hat. Er erinnert sich daran, wie Brombeerkralle sich trotz allem als geborener Anführer erwies. Sturmpelz gibt auch zu, dass er selbst damals Gefühle für Eichhornschweif hegte und eifersüchtig auf Brombeerkralle war. Beim Stamm des eilenden Wassers jedoch traf er auf Bach, seine große Liebe, und entschied sich, für sie seine Heimat, den FlussClan, zu verlassen.

Sturmpelz kehrt ins Lager zurück, doch Löwenpfote bleibt noch einen Moment zurück und blickt über das Moor. Er erkennt, dass weder er noch Heidepfote bereit wären, ihre Heimat füreinander aufzugeben. Gleichzeitig bewundert er Sturmpelz dafür, dass er diesen Schritt für Bach gewagt hat.

Als Löwenpfote weiter in die Ferne schaut, fallen ihm die Berge auf, die Bach ihm während einer Grenzpatrouille gezeigt hatte. Eine plötzliche Neugier erwacht in ihm, und er fühlt sich seltsam zu den Bergen hingezogen.

Kapitel 7

Distelpfote hat beschlossen, sich jeweils auf einen Teil ihrer Ausbildung zu konzentrieren, und bespricht diese Idee mit Rußpfote. Rußpfote äußert Zweifel an dem Plan, da jeder Aspekt der Ausbildung wichtig ist.

Zusammen mit den anderen Schülern und Mentoren begibt sich Distelpfote zum fortgeschrittenen Kampftraining. Wolkenschweif demonstriert einen Trick, bei dem er sich in der Luft dreht und auf Dornenkralles Rücken landet. Rußpfote versucht den Trick als Erste, scheitert jedoch. Auch Mohnpfote probiert es, während Löwenpfote mit Aschenpelz diskutiert, dass er den Trick ebenfalls ausprobieren möchte. Zunächst weigert sich Aschenpelz, da er Löwenpfote für nicht bereit hält, gibt dann aber nach.

Löwenpfote vollführt den Trick perfekt und fordert anschließend mehr Härte von Aschenpelz. Aschenpelz knurrt warnend, funkelt Löwenpfote an und ermahnt ihn, vorsichtig mit seinen Wünschen zu sein. Plötzlich verpasst er Löwenpfote einen harten Schlag. Löwenpfote probiert den Trick erneut, wird jedoch von Aschenpelz zu Boden geworfen. Die Situation eskaliert, und die beiden Kater rollen sich kreischend und kämpfend über die Lichtung.

Distelpfote bemerkt das Blut auf ihren Pelzen und bittet ihren Mentor, den Kampf zu beenden. Während Aschenpelz auf Löwenpfote gedrückt bleibt, fragt er hämisch, ob das „hart genug“ sei. Doch Löwenpfote gibt nicht auf und trommelt mit seinen Hinterpfoten auf Aschenpelz ein. Schließlich geht Farnpelz dazwischen und beendet den Kampf.

Beide Kater tragen Kratzer und Wunden davon. Nachdem seine Wut abgeklungen ist, lobt Aschenpelz Löwenpfote vor allen anderen für seinen Mut und fordert die Katzen auf, ebenso furchtlos zu sein. Die beiden verlassen die Lichtung, da Aschenpelz überzeugt ist, dass Löwenpfote an diesem Tag kein weiteres Training mehr braucht. Beim Gehen betont Aschenpelz, dass Löwenpfote ein starker Krieger werden wird, auf den der DonnerClan stolz sein kann, und kündigt an, dies auch Feuerstern zu berichten. Löwenpfote ist erfüllt von Stolz, während die übrigen Katzen auf der Lichtung sprachlos zurückbleiben. Sie setzen das Training fort – mit eingezogenen Krallen.

Nach dem Training schaut Distelpfote nach Löwenpfote, der erschöpft im Schülerbau schläft. Anschließend trifft sie auf Brombeerkralle, der gerade eine Jagdpatrouille zusammenstellt. Distelpfote spricht ihn auf den Kampf zwischen Löwenpfote und Aschenpelz an. Brombeerkralle erklärt ihr, dass Aschenpelz ihm bereits berichtet habe und dass Kämpfe tatsächlich so erbarmungslos geführt werden. Er äußert seinen Stolz auf seine Jungen: Löwenpfote, den ausgezeichneten Kämpfer, Häherpfote, den talentierten Heiler, und Distelpfote, die Denkerin. Diese Worte heben Distelpfotes Laune, denn sie erkennt, dass Denken eine wertvolle Fähigkeit ist – besonders, wenn sie Anführerin werden möchte.

Motiviert schließt sie sich der Jagdpatrouille an. Auch Honigpfote ist dabei und schwärmt in höchsten Tönen von Beerennase, der angeblich alle Beute des Waldes allein fangen könne.

Am Rande des Territoriums, nahe der Grenze zum WindClan, nimmt Distelpfote einen unbekannten Katzengeruch wahr. Brombeerkralle erscheint hinter ihr zusammen mit Sandsturm und befiehlt den Schülern, ins Lager zurückzukehren und Feuerstern zu informieren, damit er mit Kriegern zur Grenze kommt.

Distelpfote und Honigpfote eilen ins Lager und rufen gemeinsam nach Feuerstern. Doch bevor sie sich dem Anführer anvertrauen können, tauchen weitere DonnerClan-Katzen auf – mit zwei Eindringlingen im Schlepptau.

Kapitel 8

Während die Clan-Katzen die Eindringlinge beobachten, fordert Graustreif mit einem gefährlichen Knurren, dass sich die Fremden erklären. Häherpfote spürt die Furcht, das Misstrauen und die tiefe Verzweiflung der Neuankömmlinge. Plötzlich betritt Bach mit Frischbeute im Maul durch den Dornentunnel das Lager und erkennt Fang und Nacht. Auch Blattsee erkennt die beiden Katzen wieder, und nach und nach wird den älteren Kriegern sowie Feuerstern bewusst, dass es sich um Stammeskatzen handelt. Der edle Anführer des DonnerClans beschließt, Sturmpelz und Bach Zeit zu geben, sich mit Fang und Nacht auszutauschen, doch Distelpfote bemerkt, dass die beiden keine Begeisterung zeigen.

Plötzlich wird Häherpfotes Wahrnehmung von einer Vision überflutet: Blut benebelt seine Sinne, rotes Licht durchflutet ihn, und er kann sehen. Er beobachtet kämpfende Katzen, dicht aneinander gedrängt, unter seinen Pfoten harter Fels. Im nächsten Moment findet er sich in einer Höhle wieder, durchdrungen von dem Geräusch fallenden Wassers. Die Verzweiflung der Stammeskatzen ist greifbar, denn eine Katzenschar will sich in den Bergen niederlassen. Sturmpelz schlägt vor, die Eindringlinge in einem Kampf von ihrer Stärke zu überzeugen. Doch der Stamm ist skeptisch, da sie bisher Einzelgänger erfolgreich vertrieben haben und ein Kampf das Leben vieler Stammeskatzen kosten könnte.

Die Szene wandelt sich, und Häherpfote beobachtet den Stamm erneut, diesmal im Morgenlicht. Der Kampf ist entbrannt, doch die Stammeskatzen kämpfen schlechter als Clan-Schüler, wie Häherpfote erkennt. Sturmpelz ruft aufmunternde Worte zu seinen Gefährten, wird jedoch selbst von zwei Eindringlingen angegriffen. Eine nach der anderen müssen die Stammeskatzen kapitulieren. Häherpfote sieht, wie eine graue Stammeskatze, Zacke, von einem Angreifer getötet wird. Der Stamm zieht sich schließlich zurück, schwer getroffen, und Sturmpelz braucht die Ermutigung von Bach, um den Rückzug anzutreten.

Als Häherpfote wieder klar sehen kann, befindet sich der Stamm in der Höhle, versunken in Trauer um die gefallenen Stammeskatzen, darunter auch Zacke. Steinsager fordert eine Erklärung von Sturmpelz. Dieser lobt die Stammeskatzen für ihren Mut und ihre Tapferkeit und verspricht, einen neuen Plan zu schmieden, um die Eindringlinge zu vertreiben. Doch Steinsager unterbricht ihn und verlangt, dass Sturmpelz den Stamm verlässt und nie wieder zurückkehrt. Ungläubig und verletzt, dass er für den Tod der Stammeskatzen verantwortlich gemacht wird, verteidigt sich Sturmpelz. Bach stellt sich schützend vor ihren Gefährten, während Sturmpelz den Stamm daran erinnert, dass es seine Schwester war, die einst den Stamm vor Scharfzahn gerettet hat. Peinliches Schweigen breitet sich aus.

Als Bach sich entscheidet, gemeinsam mit Sturmpelz den Stamm zu verlassen, ruft Steinsager den beiden hinterher, dass sie für den Stamm von nun an tot sind.

Kapitel 9

Distelpfote stößt Häherpfote an und mahnt ihn, nicht vor sich hinzuträumen, da die Stammeskatzen sich sogleich erklären müssten. Häherpfote schwankt zwischen den Eindrücken aus dem Felsenkessel, der Tatsache, dass er wieder blind ist, und dem Nachhall der intensiven Gefühle, die ihn gerade durchströmt haben. Er hat in wenigen Augenblicken mehrere Tage beim Stamm erlebt und fragt sich, wie er in Bachs Erinnerungen eindringen konnte – und ob er diese Fähigkeit erneut nutzen kann.

Während Sturmpelz Fang und Nacht anklagt, wie sie es wagen könnten, ihn um Hilfe zu bitten, nachdem Steinsager ihn für tot erklärt hat, versucht Häherpfote erneut, in Bachs Gedanken einzutauchen. Doch Bach ist ganz auf Sturmpelz‘ Erzählung konzentriert, die Ereignisse betreffend, die Häherpfote bereits gesehen hat.

Sturmpelz schildert die Niederlage der Stammeskatzen und den Tod von Zacke, der einigen Clan-Katzen bekannt ist. Bach ergänzt, dass der Stamm zwar in der Vergangenheit Einzelgänger vertrieben habe, jedoch nie gezwungen war, sein Territorium zu teilen. Als Sturmpelz schließlich erklärt, dass Steinsager ihm die Schuld am Tod der Stammeskatzen gegeben und ihn verbannt habe, entgegnet Fang, dass Steinsager keine Wahl hatte – irgendetwas musste geschehen. Bach jedoch zeigt sich empört darüber, dass Steinsager sie für tot erklärt hat.

Auf die Frage, warum Sturmpelz den DonnerClan nicht früher über die Ereignisse informiert hat, antwortet dieser, dass es keinen Unterschied gemacht hätte. Fang gesteht schließlich, dass Steinsager unrecht hatte, denn der Stamm stehe kurz davor zu verhungern. Er erinnert Sturmpelz daran, dass auch er und seine Gruppe einst verbannt wurden, als sie Scharfzahn nicht besiegen konnten. Bach erwidert jedoch, dass es die Clan-Katzen waren, die Fang damals die Rückkehr ermöglichten.

Trotz ihres Zorns auf Steinsager fühlt sich Bach weiterhin mit ihrem Stamm verbunden und beschließt, zu helfen. Sturmpelz erklärt, dass er sie natürlich begleitet, auch wenn er Steinsager nicht verzeihen kann, ihn für tot erklärt zu haben. Brombeerkralle und Eichhornschweif schließen sich an, nachdem Feuerstern sein Einverständnis gibt. Der DonnerClan-Anführer möchte dem Stamm damit die Hilfe während der großen Reise zurückzahlen.

Unterdessen jucken Häherpfote die Pfoten. Für ihn ist dies die perfekte Gelegenheit, in die Berge zu reisen und ihre Neugier vor Ort zu stillen – eine Chance, die sich so bald nicht wieder bieten wird.

Kapitel 10

Die drei Geschwister unterhalten sich und stellen fest, dass sie alle den Wunsch hegen, in die Berge zu reisen. Im Lager herrscht derweil Uneinigkeit darüber, ob der Clan überhaupt Krieger entbehren kann, um dem Stamm zu helfen. Weißflug bemerkt, dass die Situation derzeit friedlich ist, während Mausefell nüchtern einwirft, dass es nicht die Verantwortung des Clans sei, wenn der Stamm seine Grenzen nicht kontrollieren kann. Birkenfall schwelgt kurz in Erinnerungen an seine Freunde aus dem SchattenClan – Pilzjunges, Apfeljunges und Glockenjunges – was Beerennase sichtlich missfällt. Weder hält er etwas von Freundschaften mit Katzen aus anderen Clans noch scheint er den Bergen etwas abgewinnen zu können.

Löwenpfote hingegen meint, dass auch Schüler die Reise schaffen könnten, schließlich habe es sogar Langschweif geschafft. Häherpfote fühlt sich von dieser Bemerkung über seine Blindheit provoziert, doch Löwenpfote zuckt nur mit den Schultern und denkt, dass es nicht sein Problem sei, wenn sein Bruder so empfindlich reagiert.

Feuerstern zieht sich mit den Stammeskatzen, Brombeerkralle, Eichhornschweif und Blattsee außerhalb des Lagers zurück, da sein Bau nicht genügend Platz bietet. Die drei Geschwister beschließen, das Gespräch heimlich zu belauschen.

Während der Besprechung betont Feuerstern gegenüber Eichhornschweif, dass sie während ihrer Abwesenheit eine Vertretung für ihre Schülerpflichten finden muss. Sie entscheiden sich für Ampferschweif, da sie glauben, dass die Erfahrung ihr nützlich sein wird. Feuerstern äußert Zweifel, ob vier Katzen ausreichen werden, weshalb Brombeerkralle vorschlägt, auch Krähenfeder und Bernsteinpelz zu fragen, die bereits an der ursprünglichen Reise teilgenommen hatten. Fang freut sich über die Möglichkeit, die beiden wiederzusehen, doch Feuerstern merkt an, dass das Gesetz der Krieger es nicht erlaubt, Katzen aus anderen Clans zu zwingen, bei der Mission zu helfen.

Distelpfote flüstert ihren Geschwistern daraufhin zu, dass das Gesetz der Krieger durchaus vorsieht, anderen Clans in Not zu helfen. Sturmpelz erklärt unterdessen, dass niemand den FlussClan aufsuchen müsse, da er diesen repräsentiert und Federschweif in den Bergen gestorben sei. Nacht entgegnet daraufhin, dass der Stamm Federschweifs Andenken stets in Ehren halten werde. Während der Plan langsam Gestalt annimmt, äußert Sturmpelz bitter, dass er sich erneut anhören dürfe, dass er für den Stamm „tot“ sei. Bach versucht ihn zu beruhigen und sagt, dass Steinsager nicht ewig Seher bleiben werde und der Stamm es verdient hätte, eine längere Lebensspanne als seine zu erleben.

Bevor Eichhornschweif und Brombeerkralle sich zum WindClan und SchattenClan aufmachen, um die anderen Katzen um Unterstützung zu bitten, entdeckt Eichhornschweif die drei Geschwister, die sich versteckt hatten. Löwenpfotes hochgereckter Schwanz hatte sie verraten.

Die drei geben zu, dass sie ebenfalls mit in die Berge reisen wollen. Brombeerkralle wird an eine bestimmte Schülerin erinnert, die sich einst einer Reise angeschlossen hatte, zu der sie nicht eingeladen war. Blattsee merkt jedoch an, dass es Tradition sei, Schüler auf eine Reise zu den Hochfelsen zu schicken, um andere Katzen kennenzulernen und einen Blick über den Tellerrand des eigenen Territoriums hinauszuwerfen. Brombeerkralle zeigt sich stolz auf seine Jungen und freut sich, dass sie mitkommen werden.

Schließlich begleitet Löwenpfote Brombeerkralle zum SchattenClan, Distelpfote schließt sich Eichhornschweif auf dem Weg zum WindClan an, und Häherpfote hilft Blattsee, die notwendigen Reisekräuter vorzubereiten.

Kapitel 11

Löwenpfote nutzt den Weg zum SchattenClan, um seinem Vater zu beweisen, wie schnell er ist. Unterwegs springt er über einen Bach, kann sich jedoch auf der gegenüberliegenden Seite nicht festkrallen und rutscht ins Wasser. Als sie sich der Grenze zum SchattenClan nähern, warten sie auf eine Patrouille, da das Gesetz der Krieger Grenzüberschreitungen nicht duldet. Brombeerkralle erlaubt seinem Sohn, währenddessen auf der DonnerClan-Seite zu jagen, und bittet ihn, sein Fell zu putzen, das vom unfreiwilligen Bad durcheinandergeraten ist.

Eine Patrouille des SchattenClans entdeckt die beiden DonnerClan-Katzen. Brombeerkralle bittet daraufhin um Geleit ins SchattenClan-Lager, da er eine dringende Frage an Schwarzstern hat. Rostfell stimmt zu, befiehlt ihren Kriegern jedoch, nach weiteren DonnerClan-Katzen Ausschau zu halten.

Auf dem Weg ins SchattenClan-Lager wundert sich Löwenpfote darüber, dass die SchattenClan-Katzen sich im Kiefernwald wohlfühlen, obwohl sie ständig auf Kiefernnadeln treten und sich nicht im Unterholz verstecken können.

Im Lager nimmt Schwarzstern die beiden in Empfang, und Brombeerkralle äußert seine Bitte, Bernsteinpelz auf die Reise zum Stamm des eilenden Wassers mitzunehmen. Rostfell ist darüber empört und behauptet, Bernsteinpelz wolle ohnehin nicht mitkommen. Schwarzstern erlaubt jedoch, Bernsteinpelz direkt zu fragen, und führt die beiden zur Kinderstube.

In der Kinderstube treffen sie auf Bernsteinpelz, während Tigerjunges, Flammenjunges und Lichtjunges mit Löwenpfote spielen. Bernsteinpelz erklärt, dass sie bereit ist, mitzukommen, und vertraut ihre Jungen Schneevogel, einer anderen Königin, an.

Nach der Unterhaltung verlassen sie die Kinderstube, woraufhin Schwarzstern ungehalten reagiert, da Bernsteinpelz beschlossen hat, den Stamm zu unterstützen. Rostfell zweifelt Bernsteinpelz‘ Loyalität zum SchattenClan an, doch Eschenkralle, der Vater ihrer Jungen, widerspricht ihr. Er betont, dass er nicht vergessen hat, was der Stamm für die Clans getan hat.

Löwenpfote hofft insgeheim, dass die gemeinsame Rettungsaktion aller Clans eines Tages zu einem Abenteuer wird, das die Clans ihren Jungen erzählen können.

Kapitel 12

Eichhornschweif und Distelpfote warten an der Grenze zum WindClan auf eine Patrouille. Fetzohr, Hellschweif und Windpfote entdecken sie, wobei die beiden Kater eine drohende Haltung einnehmen. Während die Patrouille die DonnerClan-Katzen zum WindClan-Lager geleitet, fragt Windpfote Distelpfote, ob sie das Lager ausspionieren wollen. Distelpfote verneint den Vorwurf entschieden und erklärt, dass sie lediglich mit Krähenfeder sprechen müssen.

Eichhornschweif erkundigt sich nach den Fortschritten in Windpfotes Training, doch Hellschweif berichtet, dass Windpfote eine Gruppe von Schülern auf die Suche nach Spuren von Hunden mitgenommen und außerdem einen Grenzkonflikt mit dem FlussClan ohne Grund provoziert hat.

Im WindClan-Lager angekommen, wollen die DonnerClan-Katzen nach Kurzstern sehen, doch Krähenfeder taucht bereits von der Jagd auf und fragt Eichhornschweif, ob etwas passiert sei. Eichhornschweif erklärt, dass der Stamm des eilenden Wassers Hilfe braucht, doch Krähenfeder zeigt sich verwundert darüber, dass auch Schüler an der Mission teilnehmen sollen. Eichhornschweif erinnert ihn daran, dass sie beide ebenfalls Schüler waren, als sie ihre eigene Reise antraten.

Der dunkle Kater widersetzt sich jedoch dem Gedanken, dass der Stamm erneut Hilfe von den Clans erwarten kann, da Federschweif bereits ihr Leben für sie geopfert hat.

Kurzstern erscheint und lässt sich die Situation erklären. Er entscheidet, dass Krähenfeder zu Ehren von Riesenstern zum Stamm gehen soll, da die Stammeskatzen den früheren Anführer des WindClans vor seinem Ende gut behandelt haben. Außerdem bestimmt er, dass Windpfote ebenfalls mitkommen soll.

Krähenfeder scheint zunächst widersprechen zu wollen, gibt dann jedoch vor, dass er die Reise nutzen möchte, um Federschweifs Grab zu besuchen. Windpfote schaut beleidigt drein, als ihm eröffnet wird, dass er auf Kurzsterns Wunsch hin teilnehmen muss. Noch bevor er sich von seinen Freunden verabschieden kann, macht sich die Gruppe auf den Weg.

Nachtwolke verabschiedet sich von Krähenfeder, doch sein Blick bleibt ausdruckslos.

Auf dem Weg zurück zum DonnerClan-Lager wirken Krähenfeder und Windpfote mürrisch und schmollend, während Rußpfote bereits ahnt, dass die Reise alles andere als lustig wird.

Kapitel 13

Häherpfote war verbittert über seine letzten Träume, die ihm keine neuen Enthüllungen gebracht hatten. Der Felsenkessel war mit so vielen Katzen gefüllt, dass einige draußen schlafen mussten – darunter auch Krähenfeder und Windpfote, den Häherpfote besonders kritisch beäugte.

Blattsee bat ihn, die Reisekräuter zu verteilen. Die Stammeskatzen begegneten ihm mit Misstrauen, doch Häherpfote entgegnete trocken, dass er sie nicht vergiften würde. Sturmpelz beruhigte die beiden schließlich und erklärte, dass die Kräuter sie für die Reise stärken würden.

Als Nächstes brachte Häherpfote die Reisekräuter zu Brombeerkralle, der sich gerade mit Feuerstern beriet. Sie sprachen darüber, dass Graustreif während Brombeerkralles Abwesenheit die Rolle des Zweiten Anführers übernehmen solle. Häherpfote fühlte sich wenig überzeugt von der Möglichkeit, dass sein Vater seine Position aufgeben könnte. Graustreifs ursprüngliche Gründe, die Rolle abzulehnen – die Erschöpfung nach der langen Reise und das unbekannte Territorium – galten schließlich nicht mehr.

Nachdem alle Reisekräuter verteilt waren, zog sich Häherpfote in den Heiler-Bau zurück, wo er selbst die bittere Mischung zu sich nehmen musste. Blattsee wünschte ihm aufrichtig, dass er in den Bergen mehr über die Lebensweise und die Kräuter der Stammeskatzen lernen würde. Häherpfote hingegen wollte nicht nur das – er wollte auch ihre Verbindung zu den uralten Ahnen des Sees entschlüsseln.

Als Brombeerkralle ihn rief, zögerte Häherpfote einen Moment, Blattsee zu verlassen. Das Gefühl, das ihn zurückhielt, konnte er nicht deuten. Dennoch grub er seine Nase zum Abschied in ihr Fell, bevor er sich der Reisegruppe anschloss.

Kurz vor dem Aufbruch verlor Häherpfote sich noch einmal in seinen Gedanken. Würde er die Reise überstehen? Sollte es nicht Aufgabe des SternenClans sein, ihm zu sagen, wenn er sterben würde? Diese Fragen nagten an ihm, während die Gruppe sich auf den Weg machte.

Kapitel 14

Die Reisegruppe trottete durch den Wald, während Bernsteinpelz von den Fortschritten ihrer Jungen erzählte. Sie berichtete, dass Tigerjunges die Jagdlauer gelernt hatte und Lichtjunges sich von niemandem etwas sagen ließ. Häherpfote fand das Gespräch langweilig und bekam nur am Rande mit, wie Krähenfeder seinem Sohn die besten Jagdtechniken für die Berge erklärte.

Löwenpfote entdeckte einen Schmetterling und versuchte, ihn zu fangen. Eichhornschweif machte darauf aufmerksam, dass sie keine Jungen mehr seien, die das Lager zum ersten Mal verlassen.

Beim Überqueren eines Baches zögerte Häherpfote. Die Erinnerung daran, wie er mit Fallendes Blatt und den Jungen, die sie aus der Höhle gerettet hatten, beinahe ertrunken wäre, kam ihm in den Sinn.

Die Reise führte sie am Pferdeort vorbei und bergauf. Häherpfote rutschte im Matsch aus, was Fang zu der Bemerkung verleitete, dass ein blinder Schüler die Gruppe nur ausbremsen würde. Bevor Häherpfote darauf reagieren konnte, ergriff Eichhornschweif das Wort und fraget Fang, ob er noch nie einen falschen Schritt getan hätte. Häherpfote bemerkte, dass Windpfote dies nicht kommentierte, und fragte sich, ob das ein Zeichen von Loyalität ihm als Clan-Katze gegenüber war.

Oben auf der Anhöhe angelangt, hatten sie einen beeindruckenden Blick über das gesamte See-Territorium. Die älteren Katzen erinnerten sich an ihre Ankunft im Gebiet und daran, wie sich das Silbervlies damals im See gespiegelt hatte. Nacht zeigte sich beeindruckt von der Entschlossenheit der Clan-Katzen, eine solche Reise zu unternehmen, ohne genau zu wissen, wohin sie führte. Eichhornschweif betonte, dass sie auf die Führung des SternenClans vertraut hätten. Bernsteinpelz äußerte, dass der Stamm der ewigen Jagd dasselbe für die Stammeskatzen tun würde, falls diese jemals die Berge verlassen sollten. Doch die Stammeskatzen wirkten skeptisch. Häherpfote hegte Zweifel, ob sie tatsächlich in den Bergen bleiben würden, wenn die Clan-Katzen ihnen nicht helfen könnten. Vielleicht stand auch dem Stamm eine Reise ins Ungewisse bevor.

Kapitel 15

Brombeerkralle erlaubte der Reisegruppe, auf der Anhöhe zu jagen und eine Pause einzulegen. Löwenpfote jedoch fühlte sich voller Energie, als könnte er ewig weiterreisen. Er sprang auf einen Felsvorsprung und fühlte sich wie ein allmächtiger Krieger. Für einen Moment glaubte er, Tigersterns Worte zu hören, doch der Tigerkater blieb unsichtbar. Plötzlich rissen die Worte seines Vaters ihn aus seinen Gedanken, und die Gruppe setzte ihre Reise fort.

Eichhornschweif und Krähenfeder unterhielten sich über die Reise der Clans. Sie erinnerten sich daran, wie die Clans einander unterstützt hatten, und sprachen darüber, dass solche Zeiten nie wiederkehren würden, da Rivalitäten zwischen den Clans immer bestehen würden. Krähenfeder klang dabei ungewöhnlich wehmütig. Löwenpfote war erleichtert, dass niemand seine Hirngespinste auf dem Felsvorsprung bemerkt hatte – außer vielleicht Häherpfote.

Brombeerkralle erklärte, dass sie den Wald bis zum Einbruch der Dunkelheit durchqueren müssten, was den müden und hungrigen Löwenpfote schmerzte. Er musste sich eingestehen, dass er eine Pause hätte einlegen und jagen sollen. Eichhornschweif bemerkte seinen knurrenden Magen und gab ihm eine Maus, die er hastig verschlang.

Unterwegs erkundigte sich Brombeerkralle bei Fang nach den Eindringlingen, wollte wissen, wie viele es waren und ob er etwas über sie wisse. Fang konnte jedoch kaum helfen, da es einfach zu viele Eindringlinge gab und der Stamm nicht wie die Clans handelte. Nacht beruhigte Fang, indem sie erklärte, dass Brombeerkralle nur herausfinden wolle, wie er dem Stamm helfen könne. Distelpfote bemerkte dies und scherzte mit ihren Brüdern, dass Fang Brombeerkralle beinahe das Ohr abgebissen hätte.

Löwenpfote vermutete, dass Fangs Nervosität von der Tatsache herrührte, dass Steinsager nichts von der nahenden Hilfe wusste und Fang mit Konsequenzen rechnen musste. Die Katzen berieten sich über Strategien, um dem Stamm zu helfen. Distelpfote schlug vor, Grenzen zu markieren und zu bewachen, doch Häherpfote erinnerte daran, dass der Stamm nicht wie die Clans handelte. Löwenpfote war überzeugt, dass das Gesetz der Krieger die Lösung für die Probleme des Stammes sein könnte, und war entschlossen, ihnen das zu zeigen.

Am Abend erreichte die Gruppe den Waldrand und begann zu jagen. Krähenfeder und Windpfote fingen gemeinsam ein Kaninchen, während Löwenpfote etwas unbeholfen eine Maus erlegte und sich dabei in einer Brombeerranke verfing. Distelpfote bemerkte, dass sie gerne bleiben würde, da es in diesem Gebiet viel Beute gab. Häherpfote blieb jedoch mitleidlos und erinnerte sie daran, dass sie weiterziehen mussten.

Die Katzen suchten sich Schlafplätze, doch Fang fühlte sich in der Nähe des Waldes unwohl und hätte viel lieber im offenen Gelände geschlafen. Bach versuchte, ihn zu beruhigen, und meinte, dass dies bald wieder der Fall sein würde.

Windpfote zeigte seinen Unmut über die Stammeskatzen und beklagte, dass diese nichts für sie getan hätten, obwohl die Clan-Katzen nun helfen mussten. Krähenfeder erinnerte daran, wie wichtig Federschweifs Opfer für den Stamm gewesen war. Windpfote verstand jedoch weiterhin nicht, warum sie dem Stamm helfen sollten. Krähenfeder seufzte erschöpft und sagte mit sterbensmüdem Klang:

„Du wirst nie begreifen, was Loyalität bedeutet.“

Löwenpfote fragte sich, warum Krähenfeder so sehr an Federschweif hing, doch seine Gedanken wurden durch die Ankunft einer unbekannten Katze unterbrochen. Es war Charly.

Kapitel 16

Die Katzen erzählen Charly, was sich in ihrer Abwesenheit verändert hat: Sie haben ein neues Territorium gefunden, und einige von ihnen haben inzwischen Junge bekommen. Die vier Schüler begegnen Charly mit Misstrauen und sind wenig begeistert, als der alte Kater beschließt, sie durch den Wald zu begleiten. Auch die Stammeskatzen sind unzufrieden mit der langsamen Reisegeschwindigkeit, vor allem, da ihre Kameraden im Stamm gerade in großer Gefahr schweben könnten.

Löwenpfote und Windpfote, vereint in ihrer Abneigung gegen Charly, bitten um Erlaubnis, jagen zu dürfen. Doch Brombeerkralle lehnt ab und warnt vor dem Geruch von Hunden in der Nähe. Die beiden glauben jedoch, es besser zu wissen, und schleichen sich wegen der langsamen Reisegeschwindigkeit heimlich davon, um auf dem Bauernhof zu jagen. Distelpfote, die zunächst versucht, die beiden von ihrer törichten Idee abzubringen, schließt sich ihnen schließlich an. Während ihrer Jagd auf dem Bauernhof werden sie plötzlich von Hunden überrascht.

Kapitel 17

Die drei Schüler stehen plötzlich drei Hunden gegenüber. Löwenpfote ist überzeugt, dass sie schneller sind als die Hunde und ihnen entkommen können, indem sie einen Bogen um sie machen. Doch erschöpft von der Reise scheitern die Katzen an diesem Plan – bis sie von Charlys Rufen gerettet werden. Während Distelpfote und Löwenpfote es schaffen, auf das Heu zu klettern, wird Windpfote von einem der Hunde am Schwanz gepackt. Mit letzter Kraft reißt er sich los und kämpft sich ebenfalls nach oben, wo er sich über seinen blutenden Schwanz beschwert. Charly jedoch drängt sie weiter und führt die Schüler über das Dach in Sicherheit.

Zurück bei der Reisegruppe müssen sich die drei Schüler einer Standpauke von Brombeerkralle stellen. Distelpfote und Löwenpfote hören kleinlaut zu, während Windpfote trotzig darauf beharrt, dass sie den Weg über das Heu auch allein gefunden hätten. Krähenfeder reagiert auf Windpfotes Worte mit einem zornigen Fauchen und wendet sich ab, was Distelpfote Mitleid mit Windpfote fühlen lässt.

Kurz darauf kehrt Häherpfote zurück, versorgt Windpfotes Schwanz mit Kerbel und untersucht seine Geschwister auf Verletzungen. Distelpfote entschuldigt sich bei Häherpfote dafür, dass sie ihm keine Frischbeute mitgebracht hat. Doch Häherpfote reagiert mit einer Mischung aus Angst und Wut: Nicht das Fehlen der Beute sollte ihr leidtun, sondern dass sie nicht an ihn gedacht haben – er wisse nicht, was er tun solle, wenn er seine Geschwister verliert.

Die Reisegruppe zieht weiter, bis Brombeerkralle einen Rastplatz findet. Von dort aus können sie die Berge am nächsten Tag erreichen. Zum Dank bringt Distelpfote Charly eine Maus und kümmert sich um seine Zecken, bevor sie sich neben dem alten Kater schlafen legt.

Kapitel 18

Häherpfote träumt, dass er sich auf einem Bergpfad wiederfindet und Stein vor sich sieht. Als Häherpfote erwähnt, dass er – wie Stein es wollte – gekommen sei, schüttelt der alte Kater den Kopf und bemerkt, dass sie zu dritt hätten kommen sollen. Häherpfote protestiert, schaut sich um und vermutet, dass die anderen beim Aufstieg zurückgeblieben sein müssen. Plötzlich verliert er den Halt und stürzt.

Am nächsten Tag verabschiedet sich die Reisegruppe von Charly und beginnt den Aufstieg ins Gebirge. Distelpfote und Löwenpfote sind beeindruckt von der majestätischen Landschaft und können ihren Blick kaum vom riesigen Gebirge abwenden, während Bach voller Sehnsucht und Furcht ihre Ankunft beim Stamm erwartet. Häherpfote fragt sich unterdessen, ob der SternenClan sie hier noch beobachten kann. Obwohl er sich sicher ist, eines Tages mächtiger als der SternenClan zu sein, fühlt er sich unter dem Himmel anderer Ahnen entblößt und verwundbar.

Fang, ungeduldig und begierig, zum Stamm zurückzukehren, murrt, dass die Schüler sie mit ihren miserablen Kletterkünsten erneut aufhalten könnten. Kurz darauf rutscht Häherpfote auf dem Pfad ab, doch Eichhornschweif führt ihn sicher auf einen festeren Weg. Als der Ruf eines Adlers durch die Luft schallt, zucken die Katzen alarmiert zusammen.

Einige Zeit später erreichen sie einen Spalt im Pfad, den sie einzeln überspringen müssen. Eichhornschweif erklärt Häherpfote genau, wo der Spalt liegt und wie weit er ist. Mit dieser Anleitung läuft Häherpfote los und springt über den Spalt, wobei Löwenpfote ihn bei der Landung stützt. Löwenpfote lobt ihn scherzhaft und meint, dass er mit etwas Übung eine fliegende Katze werden könnte.

Die Gruppe setzt ihren Weg fort, doch die Schüler werden allmählich hungrig. Windpfote macht eine entsprechende Bemerkung, worauf Krähenfeder gereizt antwortet, dass er keine Lust habe, die Nacht in den Bergen zu verbringen. Bach beruhigt die Gruppe, indem sie erklärt, dass es beim Stamm Frischbeute geben wird.

Später ruft Distelpfote von einem höher gelegenen Punkt zu Löwenpfote, dass sie unendlich weit sehen könne. Dies sorgt jedoch für zornige Reaktionen von Nacht und Fang, und auch Eichhornschweif fordert sie auf, sofort herunterzukommen. In diesem Moment bemerkt die Gruppe die Ankunft weiterer Katzen.

Kapitel 19

Die fremden Katzen verhöhnen die Stammeskatzen, überrascht, diese so weit draußen anzutreffen. Ein silberner Kater namens Streif erzählt von einem großen Kaninchen, das er nicht ganz verspeisen konnte. Krähenfeder fordert ihn auf, mehr Respekt vor der Beute zu zeigen. Brombeerkralle greift ein, deeskaliert die Situation und erklärt, dass sie nur auf der Durchreise sind und keinen Ärger suchen. Streif lässt die Gruppe passieren, doch Distelpfote ist klar, dass die Eindringlinge die Stammeskatzen ohne die Begleitung der Clan-Katzen angegriffen hätten.

Während die Gruppe weiterzieht, faucht Windpfote wütend und peitscht mit dem Schwanz. Krähenfeder tadelt ihn dafür, da er die Eindringlinge nicht provozieren soll. Bach zeigt sich entsetzt, dass die Eindringlinge bereits so weit ins Territorium des Stammes vorgedrungen sind. Sie erfährt, dass Steinsager entschieden hat, die Eindringlinge nicht herauszufordern, um den Stamm zu schützen.

Die Reisegruppe zieht weiter, bis Fang einen sicheren Weg weist. Doch Windpfote glaubt, einen kürzeren Pfad gefunden zu haben. Der Schüler rutscht jedoch ab und wird von Krähenfeder, der ihn an seinem verletzten Schwanz packt, wieder hochgezogen. Löwenpfote kann sich einen spöttischen Kommentar nicht verkneifen und bemerkt, dass er den WindClan-Schüler fast den Abhang hinunterstürzen sehen wollte. Dafür ermahnt Bernsteinpelz ihn, doch Windpfote ignoriert die Szene.

Kurz darauf erblickt die Gruppe einen Adler, der eine Maus greift, die sich etwas unterhalb ihrer Position befindet. Der Adler wird jedoch selbst von vier Katzen aus dem Schatten heraus gefangen. Fang lobt seine Stammes-Kameraden für den erfolgreichen Fang, und Sturmpelz heißt die Reisegruppe beim Stamm willkommen.

Kapitel 20

Fang und Nacht werden von der Stammeskatze Grau begrüßt. Eine weitere Stammeskatze erkennt Sturmpelz und Bach und ruft überrascht aus, dass die beiden doch tot sein müssten. Sturmpelz erklärt müde, dass sie von Steinsager verbannt wurden, aber eben nicht gestorben sind. Löwenpfote bemerkt, dass die Stammeskatzen zwar neugierig nachfragen, jedoch kein Interesse daran zeigen, ob die Clan-Katzen gekommen sind, um ihnen zu helfen.

Brombeerkralle erkennt Grauer Himmel vor dem Morgen wieder, und die beiden tauschen sich kurz über die neue Heimat der Clans aus. Dabei kommt die Frage auf, warum die Clan-Katzen in die Berge gereist sind. Bach erklärt daraufhin, dass sie nur auf der Durchreise seien. Löwenpfote ist empört über diese Aussage, doch Distelpfote erkennt, dass Bach vermeiden will, die Stammeskatzen zu beleidigen, indem sie direkt Hilfe von außen anbietet.

Auf dem Weg in die Höhle des Stammes trägt Brombeerkralle Häherpfote einen besonders steilen Abstieg hinunter – sehr zum Missfallen des aufbrausenden Heiler-Schülers. Löwenpfote und Distelpfote beschließen, dieses Ereignis für immer zu verschweigen. Nachdem sie den Abstieg gemeistert haben, ist selbst Löwenpfote erleichtert, wieder festen Boden unter den Pfoten zu spüren.

Die Gruppe betritt die Höhle und wird von neugierigen, aber auch misstrauischen Blicken empfangen, was Löwenpfote stört, da sie gekommen sind, um zu helfen. Währenddessen zieht sich Krähenfeder zu Federschweifs Grab zurück, um zu trauern. Dies wirft in Löwenpfote die Frage auf, warum der WindClan-Krieger um eine FlussClan-Kätzin trauert. Bernsteinpelz erklärt ihm, dass Krähenfeder sie geliebt hat, woraufhin Löwenpfote seine Reaktion besser versteht.

Als sie am Wasserfall entlang in die Höhle des Stammes gehen, murmelt Häherpfote, dass dies der Ort sei, an dem sie sein müssen. Löwenpfote kann dies nicht nachvollziehen, da er sich so sicher wie selten zuvor ist, dass er in den Wald gehört. Die Stammeskatzen starren die Neuankömmlinge an, bis schließlich Steinsager erscheint. Brombeerkralle begrüßt den Anführer ehrenvoll. Doch Steinsager fragt mit wütendem Knurren, wie sie es wagen konnten, herzukommen.

Kapitel 21

Löwenpfote konnte kaum glauben, was er sah, als Steinsager Fang und Nacht vorwarf, den Stamm verlassen zu haben, um die Clans über die Schwäche der Stammeskatzen zu informieren und zusätzliche Mäuler mitzubringen, die versorgt werden mussten. Fang und Nacht erklärten, dass sie es für die richtige Entscheidung gehalten hätten. Als Steinsager dann Sturmpelz und Bach erkannte, rief er aus, dass die beiden tot seien. Sturmpelz entgegnete jedoch ruhig, dass dies nicht der Wahrheit entspreche und sie dem Stamm weiterhin treu ergeben seien.

Steinsager beharrte darauf, dass die Ahnen ihm gezeigt hätten, dass ihre Verbannung die richtige Entscheidung gewesen sei. Bach wandte ein, dass selbst die Ahnen irren könnten, da der Stamm nun noch mehr litt als zuvor. Sturmpelz bekräftigte, dass sie helfen wollten, und Brombeerkralle erinnerte daran, dass es kein Territorium zu verteidigen gab. Steinsager blieb jedoch bei seiner Ansicht und erklärte, dass dies nicht der Lebensweise des Stammes entspreche. Löwenpfote und Distelpfote sahen sich an und erkannten die eigene Wut in den Augen des jeweils anderen, während Sturmpelz sichtlich resignierte.

Eichhornschweif argumentierte, dass Sturmpelz, Fang und Nacht nur das tun würden, was sie für richtig hielten, und dass es keine Schande sei, Hilfe anzunehmen, wenn es das Überleben des Stammes sicherte. Doch da Steinsager kein Zeichen der Ahnen erhalten hatte, das ihm erlaubte, Hilfe von außen anzunehmen, gestattete er den Clan-Katzen lediglich, die Nacht beim Stamm zu verbringen. Am Morgen jedoch sollten sie wieder abreisen. Windpfote fragte sich, wie die ausgehungerten, geschwächten Stammeskatzen sie dazu zwingen wollten, und Löwenpfote teilte diesen Gedanken.

Die Clan-Katzen wurden aufgeteilt, sodass die Schüler zu den Zukünftigen gingen, um sich mit ihnen auszutauschen. Eine junge Katze namens Kiesel berichtete ihnen traurig, dass die Eindringlinge dem Stamm die Beute wegnahmen und der Berg nicht in der Lage sei, so viele Katzen zu ernähren. Im Gespräch stellte sich heraus, dass die Stammeskatzen bereits bei der Geburt ihre Bestimmung zugewiesen bekamen, während die Clan-Katzen sowohl das Jagen als auch das Kämpfen lernten.

Während die jungen Katzen gemeinsam Frischbeute teilten, sprachen sie über Häherpfote und seine Blindheit. Löwenpfote kam der Gedanke, dass eine blinde Katze in den Bergen kaum Überlebenschancen hätte. Distelpfote erklärte, dass Häherpfote Heiler werden würde, doch die Stammeskatzen konnten sich nicht vorstellen, wie eine blinde Katze einen Clan führen sollte. Dieses Missverständnis wurde schließlich aufgelöst, als die Schüler ihnen erklärten, dass die Clans Anführer und Heiler voneinander trennten, während Steinsager beim Stamm beide Rollen erfüllte. Löwenpfote dachte, dass der Stamm bessere Lösungen finden könnte, wenn Steinsager jemanden zur Beratung an seiner Seite hätte.

Als Löwenpfote sich schließlich auf den Schlaf vorbereitete, fühlte er sich elend. Noch wenige Tage zuvor hatte er auf dem Hügel das Gefühl gehabt, dass ihm alles gelingen könnte. Jetzt jedoch wurde ihm klar, dass ihre Reise vergeblich gewesen war und er nur noch nach Hause wollte.

Kapitel 22

Häherpfote bemerkte die Enttäuschung von Löwenpfote und Distelpfote, konnte das Gefühl jedoch nicht teilen. Er war bei den Stammeskatzen – nur das zählte für ihn. Seine Sorge galt allein der Möglichkeit, dass sie wieder gehen mussten, bevor er die vor ihm liegenden Geheimnisse enthüllen konnte.

Das Brausen des Wasserfalls wurde lauter, bis Häherpfote die Augen aufschlug und Steinsager aus dem Schatten eines Felsens beobachtete. Häherpfote erkannte, wie sich eine Katze aus dem Stamm der ewigen Jagd Steinsager näherte, der Steinsager jedoch keinen Rat geben konnte. Stattdessen jammerte der Ahne, sie hätten geglaubt, die Berge seien eine sichere Zuflucht. Steinsager zog sich resigniert in eine Felsnische zurück, wo er die Augen schloss.

Häherpfote gab sich dem Ahnen zu erkennen, der erschrocken die Augen aufriss und meinte, dass er gekommen sei. Der Ahne wies Häherpfote an, ihm zu folgen, bis sie eine Senke erreichten, in der ein Teich lag, umgeben von sternenhellen Katzen.

Ein alter Kater erhob sich und erklärte, man habe Häherpfotes Erscheinen nicht so bald erwartet. Häherpfote fragte verwirrt, ob sie die Prophezeiung meinten. Die alte Katze erwiderte, dass sie auf die Katzen der Prophezeiung warteten:

„Drei werden kommen, vom Blute der Katze mit Feuer im Pelz. Sie halten die Macht der Sterne in ihren Pfoten.“

Häherpfote wollte wissen, woher die Prophezeiung stammte, doch eine andere Katze merkte an, dass er nicht zu den Ahnen gehöre. Durch die Reihen der Ahnen ging ein Murmeln, und feindselige Blicke streiften ihn. Doch Häherpfote hielt in Gedanken daran fest, dass er gehen konnte, wohin er wollte, und dass er dem Stamm vielleicht helfen konnte. Er drängte die Ahnen, Steinsager zu raten, die Hilfe der Clan-Katzen anzunehmen, doch sie entgegneten, dass bereits zu viel Blut vergossen worden sei und der Kampf nicht der Weg des Stammes sei. Sie äußerten ihre Furcht, der Stamm könne zu einem Clan werden.

Als Häherpfote erwiderte, dass sich Dinge ändern müssten, antworteten sie, dass nicht jede Veränderung zum Besseren führe. Diese Worte hallten in seinem Kopf nach, während Nebel den Stamm der ewigen Jagd langsam einhüllte.

Als Häherpfote aufwachte, stupste Distelpfote ihn an. Steinsager hatte ein Treffen einberufen und verkündete, die Ahnen hätten ihm geraten, die Hilfe der Clan-Katzen anzunehmen. Häherpfote war entsetzt darüber, dass Steinsager log – und darüber, dass die Stammeskatzen jedes Wort ihres Sehers unhinterfragt akzeptierten.

Brombeerkralle trat vor und erklärte, man müsse nun herausfinden, wo die Fremden jagten, wo sie lagerten und wie viel Territorium der Stamm brauche, um sich zu ernähren. In den Reihen der Katzen entstand Unruhe, bis Fels entgegnete, dass Brombeerkralle den Stamm zu einem Clan machen wolle. Brombeerkralle hielt dem entgegen, dass dies der einzige Weg sei, um zu überleben. Doch eine andere Katze erwiderte, dass sie dabei ihre Traditionen verlieren würden.

Distelpfote und Löwenpfote waren sich einig, dass der Stamm seine Traditionen und Werte überdenken müsse, um zu überleben. Doch Häherpfote, der den wahren Willen der Ahnen kannte, wusste, dass dies die Entscheidung des Stammes war – nicht die der Clan-Katzen.

Kapitel 23

Löwenpfote empfindet Respekt für Fels, der seine Sorgen in ruhigem Ton mit den Clankatzen teilt. Kurz darauf bittet Brombeerkralle die drei Schüler – Löwenpfote, Distelpfote und Windpfote – darum, den Zukünftigen grundlegende Kampftechniken zu zeigen. Die Begeisterung der Zukünftigen hält sich jedoch in Grenzen, vor allem die Beutejäger unter ihnen sehen in Kampftraining keinen Nutzen für sich. Brombeerkralle macht deutlich, dass der gesamte Stamm lernen müsse, sich zu verteidigen, und bricht anschließend mit Bernsteinpelz und Krähenfeder auf, um das Territorium zu erkunden und mögliche neue Grenzen zu finden. Auch Löwenpfote schließt sich ihnen an, ebenso wie Fang, Vogel und Grau.

Gemeinsam durchqueren sie das Stammesgebiet und erreichen einen Bergrücken. Für einen Moment fühlt sich Löwenpfote wie ein Vogel über dem Tal, ehe er den Halt verliert und nur durch Krähenfeders schnelles Eingreifen vor dem Absturz bewahrt wird. Später erreichen sie den Ort, an dem Sturmpelz die Stammeskatzen in den Kampf geführt hatte. Fang erklärt, dass dieser Ort seither gemieden werde. Da das Gebiet ohnehin kaum Bedeutung für den Stamm habe, ziehen sie weiter, bis sie in ein grasbewachsenes Tal mit vereinzelten Büschen gelangen. Brombeerkralle hält den Ort für geeignetes Territorium, die Stammeskatzen wechseln jedoch zweifelnde Blicke.

Trotz Bedenken will Brombeerkralle die Grenze vollständig ablaufen. Die Stammeskatzen zögern, denn sie wissen um die Strapazen des bevorstehenden Geländes, doch schließlich folgen sie ihm – auch in Anbetracht der drohenden Gefahr durch die Eindringlinge. An einem geeigneten Punkt setzen sie eine Duftmarke. Brombeerkralle erklärt, dass diese täglich erneuert werden müssten. Fang nickt zwar, ist aber nicht überzeugt.

Als sie ein höher gelegenes Plateau überqueren, bleibt Brombeerkralle plötzlich mit gesträubtem Fell stehen. In einer Senke, an einem kleinen Teich, beobachten sie eine Gruppe von Eindringlingen bei der Jagd. Diese reagieren mit Spott und bieten einen Kampf an. Brombeerkralle bleibt ruhig, macht aber unmissverständlich klar, dass die neuen Grenzen des Stammes respektiert werden müssten. Die Eindringlinge nehmen das nicht ernst und verhöhnen die Stammeskatzen, indem sie ihre Unfähigkeit betonen, das eigene Territorium zu verteidigen. Brombeerkralle beendet die angespannte Situation mit der Ankündigung, dass ab dem nächsten Tag jede Grenze aktiv verteidigt werden solle.

Als die Eindringlinge das Tal verlassen, machen sich Enttäuschung und Zweifel breit. Grau und Vogel sind niedergeschlagen – sie bezweifeln, dass die Gegner die neuen Grenzen je akzeptieren werden. Brombeerkralle bleibt beharrlich: Solange die Markierungen erneuert würden, müssten sich die Eindringlinge irgendwann fügen. Löwenpfote hingegen spürt, dass Duftmarken allein nicht ausreichen werden – wahre Grenzen beruhen auf gegenseitiger Anerkennung und im Zweifel auf ihrer Verteidigung durch Kampf.

Wenig später führt Fang die Gruppe durch eine sich weitende Felsspalte. Dort geraten sie in einen Hinterhalt: Die Eindringlinge stürzen sich auf die Gruppe. Im entstehenden Kampf fordert Brombeerkralle dazu auf, nur das nötigste Maß an Gewalt anzuwenden. Der Angriff endet so abrupt, wie er begonnen hat – mit einem Rückzug der Angreifer. Die Stammeskatzen loben zwar die Kampfkraft der Clankatzen, stellen aber zugleich die ernüchternde Frage, ob diese Kämpfe je aufhören würden. Die eigenen Verluste in diesem Gefecht sind hoch – einige Stammeskatzen sind schwer verletzt. Die Niederlage wirft Zweifel auf: Es scheint, als stünden sie kurz davor, sowohl ihren Mut als auch ihre Heimat endgültig aufzugeben.

Kapitel 24

Distelpfote und Löwenpfote sollen den Zukünftigen zeigen, wie man kämpft. Dafür lassen sie sich von Kiesel zeigen, wie die Höhlenwächter einen Adler abwehren. Distelpfote überlegt, wie sie diesen Trick für den Kampf gegen Feinde am Boden abwandeln kann, doch drei andere Zukünftige wollen wissen, warum die Clan-Schüler ihnen überhaupt etwas beibringen sollen.

Distelpfote lässt sich auch von den zukünftigen Beutejägern ihr Jagdkauern zeigen und erklärt ihnen, wie sie daraus einen Angriff auf einen Feind entwickeln können. Den Beutejägern fällt das Training deutlich leichter als den Höhlenwächtern, da sie beweglicher sind und ihre Bewegungen kaum umstellen müssen. Während die Zukünftigen trainieren, hört Distelpfote von der anderen Seite des Teichs die älteren Stammeskatzen tuscheln, dass sie lieber an ihren Traditionen festhalten wollen.

Am Ende des Trainings bemerkt Distelpfote, dass Steinsager den Fortschritt nicht beobachtet hat, und erfährt, dass er seine Höhle nur selten verlässt. Die Schüler erklären den Stammeskatzen, dass Clan-Anführer gemeinsam mit ihren Kriegern jagen und patrouillieren – sie verraten jedoch nicht, dass Anführer neun Leben vom SternenClan erhalten, da sie die Stammeskatzen nicht kränken wollen, falls Steinsager keine neun Leben bekommen hat.

Windpfote schleicht sich an Distelpfote heran, als diese das Training fortsetzen möchte, und erklärt, dass sie das Jagdkauern für Überraschungsangriffe nutzen können. Die Trainingseinheit dauert jedoch nicht lange an, da alle müde und hungrig sind undLöwenpfote humpelt, weil seine Pfoten wund sind. Sie suchen ihren Bruder Häherpfote auf, der einige Ampferblätter zur Heilung findet.

Distelpfote gesteht ihm ihre Bedenken, dass es sich falsch anfühlt, die Stammeskatzen von ihren Traditionen abzubringen. Auch Löwenpfote stimmt zu, dass feste Grenzen wie bei den Clans gegen die Eindringlinge hier nicht funktionieren werden. Häherpfote fragt sich schließlich, wieso die Clan-Katzen sich überhaupt so viel Mühe geben, wo der Stamm der Ewigen Jagd die Stammeskatzen doch offenbar aufgegeben hat. Eichhornschweif jedoch faucht ihn an und erinnert daran, dass die Stammeskatzen ohne ihre Hilfe sterben würden.

Kapitel 25

Während seine Wurf-Gefährten nach ihrem anstrengenden Tag schlafen, sehnt sich Häherpfote nach einer Unternehmung. Er wollte so viel wie möglich über den Stamm der ewigen Jagd herausfinden, bevor die vom Stamm nicht erwünschten Clan-Katzen wieder gehen würden. Deshalb folgt er Steinsagers Geruch in die Höhle der spitzen Steine, wo er von Steinsager begrüßt wird. Häherpfote hatte ihn nicht beachtet, doch jetzt klagt Steinsager ihm sein Leid, dass der Stamm ihm keine Zeichen mehr schickt. Als Häherpfote erklärt, dass selbst der SternenClan nicht allmächtig ist, erwidert Steinsager, dass die Berge vom Stamm als sicherer Ort auserkoren wurde. Die Frage, wo die Stammeskatzen zuvor lebten, kann Steinsager jedoch nicht beantworten. Steinsager liest erneut die Zeichen und bemerkt, dass Veränderungen anstehen.

Nachdem sich Steinsager resigniert zum Schlaf zurückzog, versucht Häherpfote in seinen Träumen mehr über den Stamm der ewigen Jagd herauszufinden. Im Traum begegnet er Stein, der ihn warnt, dass dies nicht seine Ahnen sind. Häherpfote pocht jedoch darauf, dass er etwas tun muss, da die Ahnen des Stammes nichts unternehmen, doch Stein erwidert, dass die Clan-Katzen etwas tun, was Häherpfote jedoch für falsch hält. Stein verschwindet und Häherpfote erwacht, um festzustellen, dass in der Haupthöhle ein Jaulen zu vernehmen ist. Er erfährt, dass die Beutejäger von Eindringlingen überfallen wurden. Brombeerkralle schickt Häherpfote zu Steinsager, um diesem mit den verletzten Katzen zu helfen. Gegenüber seiner Schwester schimpft Häherpfote, dass der Stamm sich endlich selbst helfen müsse.

Kapitel 26

Nachdem die verletzten versorgt sind, kehrt Steinsager erschöpft zum Höhleneingang, ruft Brombeerkralle zu sich und klagt resigniert, dass der Stamm in den Bergen unmöglich länger bleiben kann. Brombeerkralle erwidert, dass eine Reise mit einer großen Katzengruppe sehr beschwerlich ist und einige Katzen sterben könnten, zudem wissen sie nicht, wohin sie gehen sollten. Er schlägt stattdessen vor, Grenzen um das Territorium zu ziehen und diese zu verteidigen. Steinsager fürchtet, dass das Territorium nicht ausreichen könnte, weshalb er mitkommen solle. Zuerst zögert Steinsager, dann beschließt er jedoch, dass der Stamm einige Traditionen aufgeben muss, um an anderen festhalten zu können.

Die Patrouille erkundet das Gebiet und legt Orientierungspunkte für die zukünftige Grenze fest. Dabei versucht Brombeerkralle zu erklären, dass sie jhr Territorium überschaubar halten müssen, weshalb einige der angestammten Jagdplätze des Stammes außerhalb ihres Territoriums liegen. Auf der Patrouille klagt Löwenpfote über den andauernden Wind und lässt sich von den Stammeskatzen zeigen, wie er sich mit Schlamm vor dem Wind schützen kann, was für ihn jedoch ungewohnt ist.

Als die Grenze von beiden Patrouillen markiert wurde und die Katzen in die Höhle des Stammes zurückgekehrt sind, ruft Steinsager eine Versammlung ein, um dies seinem Stamm zu verkünden und dass sie warten, ob die Eindringlinge die Grenzen respektieren, wobei die Stammeskatzen skeptisch sind. Brombeerkralle ergreift das Wort und erklärt dem Stamm, dass sie den Eindringlingen friedlich mitteilen müssen, dass sie die Grenzen respektieren sollen. Der Stamm bezweifelt jedoch, dass die Eindringlinge die Grenze respektieren und Löwenpfote und Distelpfote bezweifeln, dass die Eindringlinge mit ihren Ahnen Kontakt halten, wie es Stamm und Clans tun. Steinsager verkündet, dass der Stamm Brombeerkralles Plan ausprobieren wird, doch scheitert dieser, wird der Stamm seine Heimat verlieren.

Die Patrouille sucht den Ort auf, an dem die Eindringlinge ihr Lager haben und warten dort, bis die Eindringlinge sie finden. Als die Fremden Katzen sich vor dem Eingang versammeln, um die Stammes- und Clan-Katzen zu konfrontieren, antwortet Streif:

„Hier geht es um Leben und Tod. Wenn nötig, um unser Leben und eurem Tod.“

Kapitel 27

Distelpfote ist entsetzt, dass die Fremden kein Gesetz kennen. Fels stellt sich Streif mit gesträubtem Fell Nase an Nase gegenüber, doch Brombeerkralle überzeugt ihn, dass jetzt nicht die Zeit für einen Kampf ist, da die Eindringlinge in der Überzahl sind. Gegenüber den Fremden erklärt Brombeerkralle, dass die Grenzen verteidigt werden, doch Streif betont, dass einige Katzen nicht zum Stamm gehören und nicht ewig bleiben werden.

Noch während die Stammes- und Clan-Katzen zur Höhle zurückkehren, bemerken sie Eindringlinge im Stammesgebiet. Die Katzen konfrontieren die Eindringlinge, die jedoch nicht einsichtig sind. Brombeerkralle resigniert und erklärt, dass sie den Fremden eine Lektion erteilen müssen.

n der Höhle des Stammes angekommen, fragen die Stammeskatzen nach dem Erfolg der Maßnahme, doch als Brombeerkralle erklärt, dass sie die Eindringlinge im Kampf besiegen müssten, schreitet Steinsager ein und betont, dass zu viele Katzen beim letzten Kampf geopfert wurden. Brombeerkralle erwidert, dass die Stammeskatzen mittlerweile für den Kampf trainiert haben und für ein Ziel kämpfen: das Territorium zu verteidigen. Steinsager unterbricht die Diskussionen und lässt den Stamm darüber entscheiden, da der Stamm der ewigen Jagd nicht wolle, dass Steinsager die Abstimmung beeinflusst. Häherpfote kritisiert diese Aussage zu Distelpfotes Entsetzen, da niemand die Wahrheit wisse. Währenddessen zögern die Stammeskatzen, ihre Entscheidung zu fällen. Fang erklärt zwei Jungenmüttern, dass sie sich für den Kampf entscheiden sollen, damit der Stamm sie beschützen kann. Nach und nach beziehen die Stammeskatzen Position, bis die Entscheidung gefallen ist, dass der Stamm kämpfen wird. Steinsager faucht Brombeerkralle an:

Mögest du heute Nacht gut schlafen, Clan-Katze. Denn dieser Kampf wird meinen Stamm vernichten.

Brombeerkralle will die Eindringlinge direkt diese Nacht angreifen, damit diese sich nicht auf einen Angriff einstellen können. Distelpfote ist darüber entsetzt, da Vollmond eigentlich eine Zeit des Friedens ist, doch für den Stamm ist es nur Vollmond.

Während die Katzen sich auf den Weg machen, die Eindringlinge zu überfallen, ruft Häherpfote seine Geschwister zu sich, um ihnen zu sagen, dass sie aufpassen sollen, da weder der SternenClan noch der Stamm der ewigen Jagd über sie wacht und sie unbedingt zurückkehren müssen.

Kapitel 28

Während die Stammes- und Clan-Katzen ihren Weg zu den Eindringlingen antreten, ermahnt Brombeerkralle Distelpfote und Löwenpfote, dass sie nichts beweisen müssen, da Brombeerkralle fürchtet, wie er Feuerstern gegenübertreten soll, wenn nicht alle Clan-Katzen gesund zurückkehren. Löwenpfote ist jedoch aufgeregt, da dies sein erster echter Kampf wäre.

Als sie das Lager der Eindringlinge erreichen, bemerkt Löwenpfote, dass es weitere Zugänge geben muss, die Brombeerkralle auskundschaften will, damit die Eindringlinge nicht fliehen können. Sie entdecken einen Spalt, durch den die Schüler in das Lager gelangen können. Dadurch können sie die Eindringlinge in Panik versetzen, sodass diese ihr Lager verlassen.

Nachdem die Eindringlinge das Lager verlassen haben, entbricht vor dem Lager der Kampf zwischen Stammeskatzen und Eindringlingen. Die Schüler verlassen das Lager und Löwenpfote glaubt, die Stimme Tigersterns zu hören, der ihm eine Aufforderung zum Kampf einflüstert.

Während des Kampfes unterliegt Löwenpfote einer Kätzin und hört Habichtfrosts Stimme, der ihm rät, nachzudenken, und bemerkt dessen eisblaue Augen. Er lockert seinen Griff, um die Kätzin rücklings auf die Felsen zu werfen. Bevor sie einen erneuten Angriff beginnen kann, wird sie von Distelpfote und Windpfote attackiert. Löwenpfote verspürt im Kampfgetümmel die Kraft von zwanzig Katzen in sich, als wäre er genau dafür geboren worden, dass Katzen vor seinen scharfen Krallen flohen. Als keine Katze mehr da ist, jagt Löwenpfote weiter über das Schlachtfeld auf der Suche nach dem nächsten Feind, doch Brombeerkralles Stimme holt ihn zurück und Löwenpfote verspürt Enttäuschung darüber, dass keine Gegner mehr da sind, während Clan- und Stammeskatzen ihn beeindruckt und beängstigt anschauen.

Streif und ein paar weitere Eindringlinge schleichen sich schließlich an die Katzen an und verkünden, dass sie die Grenzen fortan respektieren werden, während Distelpfote besorgt Löwenpfote nach Wunden absucht, die dieser jedoch nicht hat.

Kapitel 29

Häherpfote liegt in seiner Schlafkuhle in der Höhle des Stammes und sorgt sich darum, was aus der Prophezeiung wird, sollten seine Geschwister nicht zurückkehren. Er hält es schließlich nicht mehr aus, nur herumzuliegen, und geht in die Höhle der spitzen Steine. Doch Steinsager hat keine neue Botschaft von den Ahnen erhalten. Häherpfote empfindet Mitgefühl für Steinsager, weil er fürchtet, dass die Ahnen sie ablehnen könnten, da sich die Stammeskatzen für den Kampf entschieden haben.

Plötzlich taucht Stein hinter Häherpfote auf. Dieser ist verwirrt, da er sich nicht in einem Traum befindet. Stein erklärt ihm, dass nur er ihn sehen und hören kann, und verkündet Häherpfote, dass der Kampf gewonnen ist. Auf die Nachfrage, ob der Stamm der ewigen Jagd nun wieder mehr Vertrauen in die Stammeskatzen habe, erwidert Stein, dass es allein die Clan-Katzen waren, die diesen Sieg errungen haben. Der SternenClan habe die Clan-Katzen nicht geschickt und der Stamm der ewigen Jagd habe sie nicht gerufen. Stein hinterfragt zudem, wie nachhaltig dieser Sieg ist, da der Stamm keine Erfahrung darin hat, seine Grenzen zu schützen, und die Eindringlinge kein Gesetz kennen. Er erkennt jedoch an, dass die Stammeskatzen zumindest für eine Weile mit Beute versorgt sind und die Clan-Katzen viel gelernt haben.

Als Häherpfote nach der Herkunft des Stammes fragt und wissen will, ob dieser ursprünglich vom See kam, bejaht Stein dies verblüfft. Häherpfote erklärt, dass die Ahnen ihnen den See bereits in den Bergen gezeigt hatten. Er fragt Stein, ob die Prophezeiung aus der alten Zeit stammt, da die Stammesgeister ihn wiedererkannt hatten. Stein bestätigt das, betont jedoch auch, dass die anderen ebenfalls davon erfahren müssen, da Häherpfote diesen Pfad nicht allein gehen kann. Daraufhin verschwindet Stein, weil die anderen Katzen in die Höhle zurückkehren.

Distelpfote ruft nach Häherpfote, weil sie sich Sorgen um Löwenpfote macht, dessen Fell voller Blut ist. Löwenpfote betont jedoch, dass er gesund ist und man kein Theater um ihn machen solle. Nachdem das Blut abgewaschen wurde, erkennt auch Häherpfote, dass sein Bruder keine Kräuter benötigt. Als Löwenpfotes Unversehrtheit feststeht, lobt Distelpfote sein Kampfgeschick, äußert aber gleichzeitig ihr Misstrauen gegenüber den Fremden. Häherpfote erklärt seinen Geschwistern schließlich, dass weder die Stammesahnen noch der SternenClan sie hergeführt haben; vielmehr war es ihr eigener Wunsch und ihr Schicksal. Er kündigt an, ihnen nun alles erzählen zu wollen, was sie wissen müssen.

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