Gefährliche Spuren

Der junge Zweite Anführer Feuerherz muss den DonnerClan zusammenhalten, da ihre Anführerin immer weiter ihrem Wahn verfällt und das Vertrauen in ihre Katzen verliert. Währenddessen lauert eine unbekannte Bedrohung im Wald, die jederzeit zuschlagen könnte.

!Spoiler!


Prolog

Eine Hundemeute befreit sich aus der Gefangenschaft der Zweibeiner, um im Wald lebende Beute zu jagen.

Kapitel 1

Tigerstern berichtet vor den Katzen auf der Großen Versammlung, dass der SternenClan ihn zum SchattenClan geführt hätte. Feuerherz verzichtet daraufhin, Tigerkralle als Mörder zu entlarven, betont jedoch, dass der DonnerClan stark ist und sein Territorium verteidigen wird.

Kapitel 2

Die DonnerClan-Katzen kehren zum Lager zurück und berichten den anderen, dass Tigerstern nun den SchattenClan anführt. Währenddessen erzählt Feuerherz seiner Anführerin von den Ereignissen der Großen Versammlung. Blaustern warnt ihn daraufhin, dass Tigerstern den DonnerClan noch vor der Blattleere vernichten würde.

Kapitel 3

Weißpelz entdeckt während seiner Patrouille die Geruchsspur eines Hundes, der eine Taube erlegt hat. Doch Feuerherz glaubt, dass der Hund keine Gefahr darstellt, obwohl der Clan seit dem Waldbrand um jede Frischbeute kämpfen muss. Kurz darauf berichtet Rußpelz dem Zweiten Anführer von einem Traum, den ihr der SternenClan geschickt hat. In diesem Traum sieht Rußpelz eine große, unbekannte Bedrohung durch den Wald rennen, die „Meute, Meute“ und „Töten, Töten“ ruft.

Kapitel 4

Farnpelz und Feuerherz bemerken, dass sich das Junge von Fleckenschweif anders verhält als die anderen Jungen. Doch bevor sich Feuerherz um Schneejunges kümmert, möchte er erst mit Blaustern über die Kriegerzeremonie von Wolkenpfote, Maispfote, Wieselpfote und Dornenpfote sprechen, da er glaubt, dass sie bereit sind, zu Kriegern ernannt zu werden. Blaustern jedoch will keine Verräter zu Kriegern ernennen, weshalb Feuerherz allen Schülern weiteres Training verordnet.

Kapitel 5

Feuerherz bittet Rußpelz, nach Schneejunges zu schauen. Sie stimmt zu, will aber zuerst zum Mondstein reisen, um vom SternenClan als vollwertige Heilerin akzeptiert zu werden. Feuerherz begleitet sie bis zum Baumgeviert, wo er von Triefnase erfährt, dass Nachtstern keine neun Leben erhalten hat.

Kapitel 6

Während Feuerherz und Sandsturm am Baumsägeort jagen, werden sie zuerst von Feuerherz‘ besorgter Schwester und dann von Zweibeinern, die nach etwas im Wald suchen, gestört. Doch auch an der FlussClan-Grenze können die beiden keine Frischbeute für den Clan fangen, da Graustreif seinem Freund von dem kurzen Treffen zwischen Tigerstern mit Riesenstern und dem längeren Treffen von Tigerstern mit Leopardenfell berichten will. Anschließend stört Nebelfuß sie bei der Jagd, weil sie die FlussClan-Älteste Grauteich nicht finden kann. Feuerherz sucht an der FlussClan-Grenze zum Baumgeviert, während Sandsturm dem Clan berichten soll. An der alten Zweibeinerbrücke entdeckt Feuerherz die Älteste, doch auch Tigerstern kommt ihr entgegen.

Kapitel 7

Da Grauteich sehr verwirrt ist, hält sie Tigerstern für Eichenherz und erzählt ihm daher von den DonnerClan-Jungen, die im FlussClan aufgewachsen sind. Als sie Tigerstern erkennt, stürzt sie vor Schreck die Böschung hinab und stirbt dabei. Sie wird einige Zeit später von Nebelfuß und Graustreif zum FlussClan gebracht.

Bei seiner Ankunft im DonnerClan-Lager präsentiert Brombeerjunges dem Zweiten Anführer stolz seinen ersten Fang, doch Feuerherz muss sich sehr bemühen, ihn dafür zu loben, da er beim Anblick von Brombeerjunges immer wieder an Tigerstern erinnert wird. Währenddessen findet Rußpelz heraus, dass Schneejunges taub ist.

Kapitel 8

Sowohl Feuerherz als auch Weißpelz finden auf ihren Patrouillen weitere Spuren des Hundes. Sie gehen davon aus, dass ein Hund frei im Wald herumläuft, doch Blaustern glaubt, dass die WindClan-Katzen bei ihrer Jagd das Territorium des DonnerClans betreten hätten. Doch ihr Gespräch wird von den ängstlichen Entsetzensschreien der anderen DonnerClan-Katzen unterbrochen, denn ein Habicht schnappt sich Schneejunges inmitten der versammelten Clan-Katzen. Blaustern offenbart ihrem Clan daraufhin, dass der SternenClan ihnen den Krieg erklärt hätte.

Kapitel 9

Gemeinsam mit Rußpelz überzeugt Feuerherz den schockierten Clan, dass sich der SternenClan nicht von ihnen abgewendet hat. Dabei fällt Feuerherz erstmals auf, dass sein Schüler Wolkenpfote nicht an den SternenClan glaubt

Kapitel 10

Blaustern führt ihren Clan wieder selbst zur Großen Versammlung. Dabei erfahren die Clan-Katzen, dass Streifenstern kürzlich gestorben und Leopardenstern seine Nachfolge angetreten ist. Steinfell hat sie zu ihrem Stellvertreter ernannt. Zudem erfährt Feuerherz von seinem Freund, dass Leopardenstern die Sonnenfelsen erobern will. Als Blaustern den WindClan wegen der angeblich gestohlenen Beute konfrontiert, streiten sich die vier Clan-Anführer und zwischen dem DonnerClan und dem WindClan eskaliert der Streit. Zudem bemerkt Feuerherz, dass sich Tigerstern und Dunkelstreif unterhalten.

Kapitel 11

Am Morgen nach der Großen Versammlung informiert Blaustern ihren Stellvertreter über ihren Plan, den WindClan wegen der gestohlenen Beute anzugreifen. Da Feuerherz keinen grundlosen Krieg zulassen will und er Rußpelz nicht finden kann, sucht er Rat bei Tüpfelblatt und Gelbzahn. Die beiden Heilerinnen zeigen ihm in einem Traum die Senke des Baumgevierts in Richtung Moorland und Tüpfelblatt spricht zu ihm:

„Es gibt einen Grund, warum ich dich hierhergeführt habe, Feuerherz. Sieh dir diesen Ort an, erinnere dich. An diesem Ort wird es keine Schlacht geben, kein Blut wird vergossen werden.“

Kapitel 12

Feuerherz beschließt, das Gespräch mit Riesenstern zu suchen, um den Kampf zu verhindern, doch auf dem Weg zum WindClan-Territorium bemerkt er, dass Dunkelstreif Brombeerjunges und Bernsteinjunges zur SchattenClan-Grenze führt. Als Tigerstern seinen Jungen erzählen will, warum er Anführer des SchattenClans ist, schreitet Feuerherz ein und schickt Dunkelstreif mit den beiden Jungen zurück zum DonnerClan-Lager.

Kapitel 13

Nachdem Feuerherz das Lager des WindClans mit Kurzbarts Hilfe erreicht hat, überzeugt er Riesenstern davon, den drohenden Kampf friedlich zu beenden. Er schlägt dem WindClan-Anführer vor, dass Rabenpfote die Botschaft überbringen kann. Anschließend kehrt Feuerherz zu seinem eigenen Clan zurück und informiert seine Krieger. Auch mit Rußpelz spricht er noch, aber die Heilerin kann ihm nicht sagen, ob seine Entscheidung richtig war.

Kapitel 14

Da Rabenpfote den DonnerClan rechtzeitig erreicht, treffen sich Blaustern und Riesenstern beim Baumgeviert – allerdings in Begleitung ihrer Krieger. Riesenstern kann Blaustern davon überzeugen, dass der WindClan keine Beute gestohlen hat, sodass beide Clans friedlich auseinandergehen. Obwohl Blaustern erkennt, dass das Treffen Feuerherz‘ Idee war, bestraft sie ihn nicht. Damit will sie die Kriegerahnen bestrafen, da aus ihrer Sicht ein Verräter einen Clan von Verrätern anführen wird.

Am nächsten Morgen stellt Rußpelz fest, dass Blaustern verschwunden ist.

Kapitel 15

Alle DonnerClan-Katzen halten Ausschau nach Blaustern, aber die Anführerin kehr erst in der Nacht zurück. Sie will direkt mit Feuerherz sprechen, denn sie war alleine beim Mondstein, um den SternenClan zur Rede zu stellen. Doch statt sich zu rechtfertigen, haben die Kriegerahnen sie vor der Meute, die Tod und Zerstörung in den Wald bringen wird, gewarnt.

Kapitel 16

Einige Tage vergehen, bis Blaustern beschließt, die Morgenpatrouille an der FlussClan-Grenze selbst anzuführen. Als sie die Sonnenfelsen erreichen, wartet Leopardenstern mit einigen FlussClan-Kriegern bereits, da sie die Sonnenfelsen zurückfordert. Während Wieselpfote Verstärkung holt, schlägt Blaustern die Forderung des FlussClans aus, woraufhin der Kampf zwischen den beiden Clans ausbricht. Bis Farnpelz mit seiner Jagdpatrouille zur Schlacht dazustößt, ist der FlussClan zahlenmäßig klar überlegen. Als Feuerherz das eindringliche Rufen von Graustreif hört, entdeckt er, dass Nebelfuß und Steinfell seine Anführerin in der Schlucht eingekesselt haben. Um Blaustern zu retten, offenbart er ihnen die Wahrheit darüber, dass Blaustern ihre wahre Mutter ist.

Kapitel 17

Während Steinfell die ausgesprochene Wahrheit nicht akzeptieren will, erkennt Nebelfuß, dass Feuerherz die Wahrheit sagt. Plötzlich warnt Graustreif seinen Freund vor Leopardenstern, dessen Angriff auf Feuerherz deshalb fehlschlägt. Dafür verbannt sie den grauen Krieger aus dem FlussClan. Zur gleichen Zeit erreichen weitere DonnerClan-Katzen die Sonnenfelsen, weswegen die FlussClan-Katzen die Flucht ergreifen. Blaustern realisiert nun, dass ihre Jungen sie für die Entscheidung, die sie getroffen hat, hassen, erlaubt Graustreif jedoch, wieder dem DonnerClan beizutreten, da er in einen Clan voller Verräter passen würde. Die anwesenden DonnerClan-Katzen sind über Blausterns Aussage bestürzt.

Kapitel 18

Blaustern hat mitbekommen, dass Wolkenpfote nicht an den SternenClan glaubt und gibt ihm daher den Kriegernamen Wolkenschweif, übergeht dabei aber Wieselpfote, Dornenpfote und Maispfote, die ebenfalls bereit sind, zu Kriegern ernannt zu werden.

Kapitel 19

Dornenpfote berichtet am Morgen nach Wolkenschweifs Namenszeremonie, dass sich Wieselpfote und Maispfote rausgeschlichen haben. Die beiden Schüler wollen nach der unbekannten Bedrohung suchen, um auch zu Kriegern ernannt zu werden. Doch Wieselpfote wird durch die unbekannte Bedrohung getötet und Maispfote wird schwer verletzt. Als sie aufwacht, flüstert sie die Worte „Meute, Meute“ und „Töten, töten“.

Kapitel 20

Nachdem Rußpelz Maispfote bei den Schlangenfelsen versorgt hat, wurde die Schülerin zu Rußpelz Bau ins DonnerClan-Lager gebracht, doch Rußpelz weiß noch nicht, ob sie überleben wird. Wolkenschweif will an ihrer Seite bleiben und Blaustern wendet ein Ritual an, bei dem sterbende Schüler ihren Kriegernamen erhalten. Als sie Maispfote den Kriegernamen Halbgesicht gegeben hat, schreckt die junge Kriegerin auf und wiederholt die Worte „Meute, Meute!“ und „Töten, töten!“, sodass Blaustern an die Warnung des SternenClans erinnert wird. Obwohl Rußpelz betont, dass der SternenClan die unbekannte Bedrohung nicht geschickt hat, glaubt Blaustern, dass sie den Zorn des SternenClan auf die junge Katze gelenkt hätte. Während Blaustern die lichtung der Heilerin verlassen hat, wird Wieselpfotes Leichnam auf die Lichtung des Lagers gebracht und alle Clan-Katzen trauern um den Verlust des jungen Katers. Rußpelz macht Feuerherz darauf aufmerksam, dass Wolkenschweif Halbgesicht liebt.

Da Feuerherz einige Tage später bemerkt, dass Brombeerjunges und Bernsteinjunges zu alt für die Kinderstube sind, denkt er über die Mentoren für die beiden Jungen nach. Er informiert Blaustern darüber, dass er der Mentor von Brombeerjunges und Farnpelz der Mentor von Bernsteinjunges werden sollen. Die Anführerin findet den Gedanken von Feuerherz, dass ein Verräter den Sohn eines Verräters ausbilden soll, geschickt. Und auch Sandsturm ist enttäuscht darüber, dass sie bei der Wahl der Mentore übergangen wurde. Doch da kommt Blaustern bereits aus ihrem Bau und ernennt Feuerherz und Farnpelz zu den Mentoren von Brombeerpfote und Bernsteinpfote.

Kapitel 21

Die beiden Mentoren machen mit ihren Schülern Brombeerpfote und Bernsteinpfote gemeinsam den Rundgang durch das Territorium und als sie die SchattenClan-Grenze erreichen, beschließt Feuerherz, ihnen endlich die Wahrheit über Tigerkralle zu erzählen. Bernsteinpfote ist dankbar, dass sie die Wahrheit erfahren durfte, aber Brombeerpfote ist wütend, da er Feuerherz‘ Blick bemerkt hat.

Halbgesicht soll solange zu den Ältesten ziehen, bis es ihr besser geht. Sie kann aber nichts über die unbekannte Bedrohung sagen, da sie sich an nichts erinnert.

Kapitel 22

Auf der Großen Versammlung fordert Tigerstern den DonnerClan auf, ihm seine Jungen zu übergeben. Da Blaustern seine Forderung ausschlägt, erzählt Tigerkralle den anwesenden Katzen, dass es jungen Katzen im DonnerClan nicht gut ginge. Er bezieht sich dabei auf Schneejunges, Wieselpfote und Halbgesicht. Zudem kontert er, dass der DonnerClan bereits Junge an andere Clans abgegeben hat. Blaustern bittet daraufhin um eine Bedenkzeit bis zur nächsten Großen Versammlung, aber Feuerherz bezweifelt, dass der ehrgeizige Tigerkater so lange warten wird.

Kapitel 23

Feuerherz und Wolkenschweif besuchen Prinzessin in Begleitung von Graustreif und Halbgesicht. Da sich Prinzessin beim Anblick von Halbgesichts Narbe erschreckt hat, möchte sie ihr Gesicht nun selbst auch sehen.

„Feuerherz, denk an den Feind, der niemals schläft.“

Tüpfelblatt warnt ihn im Traum.

Langschweif versucht, Feuerherz davon zu berichten, dass er Tigerstern bei den Schlangenfelsen gerochen und weiß, was der Tigerkater dort getan hat. Doch Feuerherz hört ihm nicht zu und glaubt, dass sich Langschweif und Dunkelstreif gegen ihn verschworen hätten. Er kommt erst wieder zur Vernunft, als er mit Rußpelz gesprochen hat. Anschließend hört er sich Langschweif Bericht darüber, dass Tigerstern eine Hundemeute gefüttert hat, doch an. Er bemerkt die Angst, die Langschweif bei seinem Bericht empfindet und glaubt ihm daher. Da es aber bereits spät ist, will er sich am nächsten Tag ein eigenes Bild von der Meute machen.

Kapitel 24

Sandsturm soll Feuerherz auf seine Patrouille zu den Schlangenfelsen begleiten, daher entschuldigt er sich bei ihr und die beiden sprechen sich aus, sodass sie die Gefühle des anderen nun nachvollziehen können.

Für die Nacht hat Feuerherz einige Wachen eingeteilt und Rußpelz erklärt ihm erneut, dass der SternenClan die Meute nicht geschickt hat, um den Wald ins Chaos zu stürzen. Sie bittet ihn, sich auszuruhen, da er seine Kraft brauchen wird.

Die Patrouille aus Feuerherz, Sandsturm, Weißpelz, Wolkenschweif, Langschweif und Graustreif zieht bei Sonnenaufgang los, nachdem die Krieger noch etwas Firschbeute verschlungen haben. Sie entdecken eine Spur aus Kaninchen, die direkt bis zum Lager verläuft. Als die den Clan warnen wollen, bemerken sie den Leichnam von Buntgesicht, der Mutter von Rauchpfote und Aschenpfote sowie Ziehmutter von Wolkenschweif.

Kapitel 25

Feuerherz befiehlt den DonnerClan-Katzen zu den Sonnenfelsen zu fliehen und sich auf den höchsten Bäumen zu verstecken. Sandsturm, Graustreif, Mausefell, Langschweif und Borkenpelz sowie Rauchpfote und Aschenpfote werden die Hundemeute in die Schlucht locken. Nachdem Feuerherz den Clan informiert hat, bemerkt er, dass Dunkelstreif mit Brombeerpfote und Bernsteinpfote verschwinden will, um sie zu Tigerstern zu bringen. Daraufhin beauftragt er Farnpelz, auf die beiden Schüler zu achten.

Kapitel 26

Gemeinsam wollen die ausgewählten Katzen die Meute zur Schlucht locken. Rauchpfote und Aschenpfote beginnen beim Lager und flüchten auf einen Baum, sobald sie Sandsturm erreicht haben. Sie übernimmt den nächsten Teil der Strecke, danach folgen Langschweif, Borkenpelz und Mausefell. Graustreif übernimmt vor der FlussClan-Grenze und Feuerherz will die Meute dann letztlich in die Schlucht locken. Doch während er vor den Hunden läuft, wird er von Tigerstern angegriffen.

Kapitel 27

Tigerstern lässt Feuerherz los und flieht auf einen Baum, als die Hundemeute die beiden eingeholt hat. Für Feuerherz ist es zu spät, der Leithund packt ihn im Genick und schleudert ihn durch die Gegend. Er schafft es nicht, sich aus eigener Kraft zu befreien, bis Blaustern den Leithund angreift. Feuerherz wird zur Seite geschleudert, während der Leithund, zwei weitere Hunde und Blaustern in die Schlucht stürzen. Die restlichen Hunde der Meute fliehen daraufhin aus dem Wald.

Feuerherz sucht sich einen Weg nach unten, um Blaustern aus dem Fluss zu retten. Er schafft es erst mit der Hilfe von Nebelfuß und Steinfell. Tigerstern kommt über die Zweibeinerbrücke auf sie zu, wird aber von Graustreif aufgehalten. Blaustern versöhnt sich mit ihren Jungen und erklärt Feuerherz, dass sie das Vertrauen in ihre Clan-Katzen und in den SternenClan wiedergefunden hat, als sie sah, wie die Starken den Schwachen bei den Sonnenfelsen geholfen haben. Sie erkannte, dass sie Feuerherz nicht alleine lassen durfte, während er sich der Gefahr stellt, denn er ist das Feuer aus der Prophezeiung, dass den Clan retten würde. 

„Aus dir wird ein großer Anführer werden. Einer der größten, die der Wald je sah. Du wirst deinen Clan mit der Wärme des Feuers beschützen und mit seiner Unbezwingbarkeit verteidigen. Du wirst Feuerstern sein, das Licht des DonnerClans.“

Mit letzter Kraft verkündet sie ihrem Stellvertreter sein Schicksal.

Graustreif lässt von Tigerstern ab, um den letzten Atemzug seiner Anführerin mitzubekommen. Dann blickt er Feuerherz voller Ehrfurcht an, obwohl sich Feuerherz lieber von seinem Freund trösten lassen würde. Tigerstern verschwindet in sein eigenes Territorium. Nebelfuß und Steinfell bieten an, dabei zu helfen, Blaustern zum DonnerClan-Lager zu bringen.

Analyse

Feuerstern erhält vom SternenClan während der Anführerzeremonie seinen neuen Namen und die neun Leben eines Anführers. Jedes Leben hat dabei eine übergeordnete Bedeutung, die von einem SternenClan-Krieger verkörpert wird, zu dem er eine besondere Beziehung hatte.

Löwenherz war einer von Feuersterns ersten Mentoren, als er dem DonnerClan beigetreten war und starb ehrenhaft in einer Schlacht. Er gibt ihm den Mut, für seinen Clan zu kämpfen.

Rotschweif gibt ihm Gerechtigkeit, da er die Wahrheit über seinen Tod herausgefunden hatte.

Silberfluss spielt mit ihrem Leben auf die verbotene Beziehung zwischen ihr und Graustreif an, die Feuerstern stets gedeckt hatte, obwohl sie gegen das Gesetz der Krieger verstoßen hatte. Sie gibt ihm Treue zu allem, was er als richtig ansieht.

Sturmwind gibt dem jungen Anführer unerschöpfliche Ausdauer.

Buntgesicht gibt ihm einen Schutzinstinkt, wie ihn eine Königin für ihre Jungen hat, da sie unter anderem die Ziehmutter für seinen Neffen war.

Wieselpfote gibt ihm die Fähigkeit zu lehren. Der junge Schüler ist gestorben, als er die Hundemeute auf eigene Faust stellen wollte und konnte so nie zum Krieger werden, obwohl er mehr als bereit war.

Gelbzahn gibt ihm Mitgefühl, wie er es bei ihrem ersten Treffen im Wald empfunden hatte. Feuerstern ist eine mitfühlende Katze, die allen anderen im Wald helfen möchte. Bei der Übergabe dieses Lebens spürt Feuerstern, welche Eigenschaften Gelbzahn ausgemacht haben. Sie war klug und mutig und dem Clan, der sie aufgenommen hatte, stets loyal. Sie hatte eine scharfe Zunge, aber auch Humor und ihr Ehrgefühl war für jede Katze sichtbar.

Tüpfelblatt war Feuersterns erste Liebe und daher gibt sie ihm Liebe für alle seine Clan-Katzen und besonders für Sandsturm. Sie zeigt damit erneut, dass sie seine Liebe zu Sandsturm akzeptiert.

Zu guter letzt gibt Blaustern ihm mit seinem letzten Leben Edelmut, Sicherheit und Glaube. Sie hatte vor ihrem Tod schon deutlich gemacht, dass er die vom SternenClan auserwählte Katze ist, die den Clan retten wird und auch Tüpfelblatt hatte ihn vor seiner Ernennung zum Zweiten Anführer bestätigt, dass der SternenClan ihn ausgewählt hat. Sie bekräftigt, dass er – so wie sie selbst – ein edler, weiser und gerechter Anführer werden wird.

Zum Ende seiner Anführerzermonie gibt es eine neue Weissagung vom SternenClan, denn Tigerstern verbündet den SchattenClan mit dem FlussClan zum TigerClan und fordert die übrigen beiden Clans auf, sich anzuschließen. Er ermordet Ginsterpfote ohne jeden Skrupel, um seiner Drohung Nachdruck zu verleihen und er lässt Steinfell ermorden, um zu zeigen, dass er keine HalbClan-Katzen duldet. Dies bekräftigt, dass Tigerstern ein ehrgeiziger, skrupelloser Mörder ist, macht aber wenig Sinn, da er die vier Clans eigentlich in einem Clan verbünden will. Die HalbClan-Katzen wären künftig nicht mehr zwischen zwei Clans hin- und hergerissen und durch die Fusion der Clans würden zwangsläufig weitere Jungkatzen geboren werden, deren Eltern in zwei verschiedenen Clans aufwachsen würden.

Schlussendlich bleibt die Frage offen, ob sich Tigersterns Machtwahn auf die Prophezeiung aus “Vor dem Sturm” bezieht, nach der der SchattenClan der stärkste Clan des Waldes werden würde, dafür aber den höchsten Preis bezahlen müsse. Dafür spricht, dass Tigerstern erst den SchattenClan und dann den TigerClan anführt. Alleine durch die Fusion von SchattenClan und FlussClan entsteht ein Clan, gegen den weder DonnerClan noch der WindClan alleine ankommen. Zuvor gab es im Wald ein ungefähres Gleichgewicht zwischen den vier Clans. Durch die Fusion der zwei bzw. vier Clans und die neuen Traditionen, die Tigerstern einführt, verliert der SchattenClan jedoch seine eigenen Traditionen und sein Selbstbild. Einen höheren Preis für einen Clan kann ich mir nur schwer vorstellen. Zudem ist Tigersterns Führungsstil gewaltsam, autokratisch und autoritär. Seine Machtgier kennt keine Verbündeten, sondern nur Untergebene. Zudem sieht Tigerstern Empathie und Mitgefühl als Schwäche an und schwache Katzen leiden besonders unter Tigersterns Führung. Das Gesetz der Krieger missachtet der Tigerkater sowieso. Ich gehe daher davon aus, dass der TigerClan die Verkörperung des SchattenClans als stärkster Clan im Wald darstellt und der Verlust des Gesetzes der Krieger und der eigenen Traditionen den größtmöglichen Preis symbolisiert. Dennoch wird überdeutlich, dass der TigerClan nicht im Sinne des gesamten SternenClans ist, da Feuerstern vom SternenClan deutliche Zeichen erhält, dass es einen Kampf zwischen dem TigerClan und dem LöwenClan – dem Zusammenschluss von WindClan mit dem DonnerClan – geben wird, die sich in einer Schlacht begegnen werden.

Vor der finalen Schlacht erklärt Blaustern ihrem jungen Nachfolger, dass der SternenClan den Wald nicht regiert, sondern alle Katzen frei sind, sich dem Gesetz der Krieger zu unterwerfen – oder wie Tigerstern und Geißel ihrer mörderischen Natur zu folgen, und den Weg ihrer Machtgier mit toten Katzen zu pflastern. Sie betont, dass der SternenClan über die Katzen des Waldes wacht und lediglich mit Zeichen und Prophezeiungen in das Geschehen eingreift. Sie betont auch nochmals, dass Feuerstern seine Aufgabe als Anführer gut meistert, dennoch wird er immer wieder von Zweifeln geplagt, ob er der Herausforderung gewachsen ist. In seinem Umfeld halten ihn Weißpelz, als sein Stellvertreter, aber auch seine geliebte Sandsturm sowie sein Clan für einen äußerst fähigen Anführer. Weißpelz betont dabei, dass er nicht mit Feuerstern tauschen möchte, da Feuerstern seine Krieger in den potentiellen Tod schicken muss, um gegen den BlutClan zu kämpfen. Aber auch Riesenstern lobt Feuerstern als talentierten Anführer, der den Fußstapfen von Blaustern durchaus gewachsen ist.

Und zum krönenden Abschluss gibt es noch eine gute Neuigkeit, denn Brombeerpfote und Feuerstern sprechen sich endlich offen aus. Feuerstern fasst dadurch Vertrauen in seinen Schüler und Brombeerpfote beweist Mut und Treue zum DonnerClan, weil er das Angebot seines Vaters, sich dem TigerClan anzuschließen, ausschlägt. Der Grundstein für eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Mentor und Schüler ist damit gelegt und das ständige Misstrauen von Feuerstern gegenüber Brombeerpfote hat damit endgültig ein Ende.

Eine Antwort zu „Gefährliche Spuren“

  1. Anonym

    Sehr spannend

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