Dämmerung


Die Clans leben sich in ihren neuen Territorien ein, erkunden weiter das Gebiet um den See und stellen sich dabei neuen Herausforderungen. Blattsee widmet sich derweilen einer verbotenen Liebe und trifft eine Entscheidung, die den Untergang des DonnerClans bedeuten könnte.

!Spoiler!


Prolog

Der SternenClan teilt einer Clan-Katze mit, dass sie sich bald schon den Reihen der Kriegerahnen anschließen wird. Die Katze würde gerne mehr Zeit in ihrem Clan verbringen, versteht jedoch, dass der SternenClan das Schicksal nicht ändern kann.

Kapitel 1

Feuerstern ruft am dritten Tag nach dem Kampf im WindClan-Lager seine Krieger zusammen. Eine Patrouille soll die beiden verstorbenen SchattenClan-Krieger an die SchattenClan-Grenze bringen, um sie dort einer Patrouille zu übergeben. Er schickt eine weitere Patrouille zur WindClan-Grenze, um zu erfahren, ob Kurzbart seinen neuen Namen und die neun Leben bereits in Empfang genommen hat. Sandsturm soll die Jagdpatrouillen organisieren und um die Kampffertigkeiten der DonnerClan-Krieger zu erhalten, obwohl sie derzeit nur eine Schülerin haben, meldet Brombeerkralle sich freiwillig für diese Aufgabe. Eichhornschweif macht sich Sorgen, weil Brombeerkralle den Eindruck erweckt, als wollte er die Position von Graustreif übernehmen. Sie befürchtet, dass er doch den selben Ehrgeiz nach Macht wie sein Vater Tigerstern haben könnte. Nach der Versammlung fauchen die beiden sich mal wieder an, da Brombeerkralle seinen Halbbruder Habichtfrost weiterhin verteidigt, obwohl er am Verrat an Kurzbart beteiligt war und Moorkralle ihm eine einflussreiche Position im FlussClan versprochen hatte.

Kapitel 2

Nach dem Streit mit Eichhornschweif stürmt Brombeerkralle ohne auf seine Patrouille zu achten aus dem Lager. Später überlässt er Aschenpelz und Regenpelz die Führung der Patrouille, während Eichhornschweif ihn kritisiert, da er sich wie der Zweite Anführer oder der Mentor eines Schülers verhält. Er fragt sich, wie er und Eichhornschweif sich so sehr entzweien konnten.

Die DonnerClan-Katzen stoßen auf eine Patrouille des WindClans und erfahren so, dass Kurzstern sowohl den Anführernamen als auch die Leben in Empfang genommen hat. Sie begeben sich auf den Rückweg ins Lager, entdecken dabei jedoch den frischen Geruch nach Dachs. Sie finden das Lager einer Dächsin mit ihren Welpen und vertreiben die Tiere aus dem DonnerClan-Territorium.

Kapitel 3

Rußpelz fällt auf, dass Blattsee sich nicht auf ihre Aufgaben konzentrieren kann und fragt ihre Schülerin, ob es ihr gut geht. Blattsee möchte Rußpelz jedoch nicht offenbaren, dass sie immer wieder in Gedanken bei Krähenfeder ist. Während sie Feuerstern Mohnsamen für seine ausgerenkte Schulter bringt, berichtet Dornenkralle gerade davon, dass der SchattenClan seine toten Krieger entgegengenommen hat. Schwarzstern betonte dabei, dass er nicht wusste, dass seine Krieger sich am Komplott gegen Kurzstern beteiligt haben. Kurz darauf kehrt auch Brombeerkralle mit seiner Patrouille zurück und berichtet, dass Spinnenfuß im Namen des WindClans die Bedeutung der Verbundenheit der beiden Clans nicht länger anerkennt. Ebenfalls berichten sie von der vertriebenen Dachs-Familie.

Blattsee begibt sich auf die Suche nach Heilkräutern und -pflanzen, um Rußpelz Fragen aus dem Weg zu gehen. Dabei führen ihre Pfoten sie zur WindClan-Grenze, wo sie Farnpelz’ Patrouille zusammen mit Ampferschweif antrifft. Ihre Freundin erzählt ihr aufgeregt, dass die Junge erwartet.

Kapitel 4

Um Weißpfote als einzige Schülerin des DonnerClans zu entlasten, sollen Eichhornschweif und Aschenpelz neues Nestmaterial für die Ältesten besorgen. Dabei bewerfen sich die beiden mit dem Moos und haben Spaß, was Brombeerkralle höhnisch als Zeitverschwendung kommentiert. Eichhornschweif kann sich in Brombeerkralles Gegenwart nicht mehr beherrschen und kritisiert ihn harsch dafür, dass er sich wie der Zweite Anführer aufführt. Vor lauter Wut läuft Eichhornschweif aus dem Lager hinaus, bis sie sich in einem Brombeerdickicht wiederfindet. Sie kann sich befreien, wird dann jedoch von Aschenpelz vor dem Fuchs gewarnt, der sich ebenfalls auf der Lichtung befindet. Gemeinsam kämpfen sie gegen den Fuchs, können ihn aber erst mit Brombeerkralles Unterstützung vertreiben. Sie folgen der Geruchsspur bis zur WindClan-Grenze, kehren dann jedoch um und berichten Feuerstern. Und obwohl Rußpelz Eichhornschweifs und Aschenpelz’ Wunden noch nicht begutachten konnte, befiehlt der DonnerClan-Anführer, dass die beiden ihn zum WindClan begleiten sollen, um die alten Freunde im anderen Clan vor dem Fuchs zu warnen. 

Der Besuch beim WindClan gestaltet sich jedoch anders, als Feuerstern sich das vorgestellt hat, da Kurzstern höflich, aber distanziert verkündet, dass der WindClan über den Fuchsbau Bescheid weiß und genauso stark wie die anderen Clans ist.

Kapitel 5

Die Clan-Katzen begeben sich zur ersten Großen Versammlung auf der Insel, wo sie sich vor Beginn der Versammlung umschauen können. Während sich Brombeerkralle mit Habichtfrost unterhält, erkundet Eichhornschweif mit Aschenpelz die Insel. Eine Weile später setzen sich die Anführer auf die niedrigeren Äste eines Baums und erklären, dass Füchse und Dachse vertrieben und drei Schüler ihre Kriegernamen erhalten haben. Bevor die Versammlung beendet wird, einigen sich die Clans noch darauf, dass die Territorien zwei Fuchslängen um den See herum neutral sein sollen. Damit ist die Versammlung beendet, was Schwarzstern allerdings nutzt, um den DonnerClan mit dem Fehlen eines Zweiten Anführers zu sticheln. Da Brombeerkralle auch jetzt neben Habichtfrost sitzt, vermutet Eichhornschweif, dass Brombeerkralle gerne Zweiter Anführer wäre und befürchtet, dass er sogar Feuersterns Platz als Anführer einnehmen will.

Kapitel 6

Federschweif erscheint Blattsee im Traum und beruhigt die junge Heilerin, da sie nichts gegen Blattsees Gefühle für Krähenfeder hat. Federschweif bittet Blattsee zudem, Mottenflügel vor einer Gefahr zu warnen, die von den Zweibeinern ausgeht. Da Blattsee Federschweifs Bitte zugestimmt hat, nutzt sie Eichhornschweifs Fund der Katzenminze beim alten, verlassenen Zweibeinernest als Vorwand für ihre Reise zum FlussClan. 

Blattsee unterstützt Mottenflügel auf der Suche nach der Quelle der Gefahr, doch die beiden Heilerinnen entdecken nichts ungewöhnliches. Blattsee verbringt die Nacht im FlussClan-Lager, obwohl sie weiß, dass ihr das Ärger mit Rußpelz einbringt.

Kapitel 7

Auf einer Patrouille entdeckt Eichhornschweif eine Katze, die in das DonnerClan-Territorium eingedrungen ist und verscheucht diese. Dabei übertritt sie die Grenze zum SchattenClan, da die Grenzmarkierungen sehr schwach sind, woraufhin sie und Brombeerkralle streiten. Aschenpelz springt Eichhornschweif zur Seite und sie gesteht ihm, wie sehr sie und Brombeerkralle sich voneinander distanziert haben. Letztlich beendet Sandsturm den Streit und befiehlt der Patrouille ins Lager zurückzukehren. Dort beruft Feuerstern die Versammlung ein, um Birkenjunges seinen Schülernamen zu geben. Eichhornschweif fällt auf, dass Brombeerkralle Birkenjunges sehr fokussiert anschaut, wobei ihr auffällt, dass er einen Schüler braucht, wenn er Zweiter Anführer werden will. Und während Feuerstern Aschenpelz zu Birkenpfotes Mentoren ernennt, fragt sich Eichhornschweif, wie weit Brombeerkralle für seine ehrgeizigen Ziele gehen wird.

Kapitel 8

Mottenflügel verspätet sich zum Heiler-Treffen am Mondsee, wo Rußpelz, Rindengesicht und Kleinwolke ähnliche Träume vom SternenClan empfangen haben. Blattsee ist verwundert, da sie einen anderen Traum erhalten hat, den sie sich aber noch nicht erklären kann. Nach dem Treffen spricht Blattsee Mottenflügel erneut über den fehlenden Glauben der FlussClan-Heilerin an, doch Mottenflügel beharrt darauf, ihren eigenen Weg zu finden. Sie halte die Offen nach möglichen Gefahren offen, hat Leopardenstern aber noch nicht informiert. Das Gespräch der beiden wird durch Krähenfeder unterbrochen, der der mit Blattsee über ihre gemeinsamen Gefühle sprechen will. Blattsee ist zwiegespalten, da sie einerseits keine Zukunft für ihre Liebe sieht, da Blattsee den Weg einer Heiler-Katze eingeschlagen hat und beide aus verschiedenen Clans stammen. Andererseits möchte sie gerne Zeit mit ihm verbringen. So verspricht er ihr, einen Treffpunkt zu finden, an dem sie in Ruhe miteinander sprechen können.

Kapitel 9

Bei ihrer Jagdpatrouille treffen Wolkenschweif, Farnpelz, Spinnenbein und Eichhornschweif auf Minka und ihre Jungen, die den Pferdeort verlassen haben. Minka fürchtet, dass die Zweibeiner ihr ihre Jungen stehlen könnten, wie sie es bei einer anderen Kätzin bereits getan haben. Die DonnerClan-Katzen begleiten Minka und ihre Jungen ins Lager, wo Birkenpfote und Weißpfote den Clan über die Ankunft der Neulinge informieren. Feuerstern erlaubt Minka im DonnerClan zu bleiben, während Brombeerkralle betont, dass es sich bei Minka und ihren Jungen um Hauskätzchen ohne jegliche Kampf- oder Überlebenserfahrung handelt.

Kapitel 10

Während sich Minka und ihre Jungen langsam an den DonnerClan gewöhnen, eilt Moospelz ins Lager, um Blattsee für den FlussClan um Unterstützung zu bitten. Feuerstern ist damit einverstanden, weshalb Blattsee und Moospelz direkt aufbrechen. Sie werden im WindClan-Territorium von einer Patrouille aufgehalten, der auch Krähenfeder angehört. Der WindClan-Krieger flüstert Blattsee ins Ohr, dass sie sich am Abend auf der Insel treffen wollen.

Als Blattsee und Moospelz das FlussClan-Lager erreichen, ist Efeuschweif bereits tot. Leopardenstern bietet Blattsee jegliche Hilfe an, die sie entbehren kann, doch Blattsee will zuerst von Mottenflügel wissen, woran die FlussClan-Katzen leiden. Die beiden einigen sich auf eine Behandlung und schicken Schilfbart und Kräuselpfote los, um Schafgarbe und Wacholderbeeren zu holen. Währenddessen sucht Nebelfuß nach dem Auslöser der Krankheit im FlussClan.

Die beiden beginnen die Behandlung mit den drei Jungen und machen dann mit Buchenpfote weiter. In diesem Moment kehrt Nebelfuß zurück und zeigt Blattsee ein verdächtiges Zweibeinerding, aus dem eine stinkende, grüne Brühe ausläuft. Habichtfrost, Schwarzkralle, Nebelfuß und Blattsee diskutieren, wie der FlussClan mit der giftigen Brühe in Kontakt kommen sollte. Dabei merkt Habichtfrost an Schwarzkralle gewandt an, dass ordentlich organisierte Patrouillen die Gefahr vor dem Desaster gefunden hätte. Blattsee fragt sich daraufhin, ob Habichtfrost Anhänger sucht, die nur ihm gegenüber loyal sind.

Nach Blattsees und Nebelfuß’ Rückkehr ins Lager geht es den meisten Katzen bereits besser, nur das schwächste der drei Jungen hat es nicht geschafft. Blattsee lernt Maulbeerjunges kennen, die bereits großes Interesse an Heilkräutern hat und die beiden Heilerinnen auf Buchenpfotes schwierige Atmung aufmerksam macht. Dem jungen Schüler ist Schafgarbe in der Kehle stecken geblieben. Nachdem die Lage sich beruhigt hat, bietet Blattsee an, bis Mondhoch Wache zu stehen, damit Mottenflügel sich ausruhen kann. Dabei vergisst sie ihr Treffen mit Krähenfeder.

Kapitel 11

Eichhornschweif möchte Aschenpelz beim Training seines Schülers begleiten, doch Brombeerkralle hält sie davon ab. Sie beschließt daher zu jagen und nähert sich dabei der SchattenClan-Grenze, wo sie bemerkt, dass Bernsteinpelz mit einem der beiden aggressiven Hauskätzchen zu kämpfen hat. Eichhornschweif unterstützt ihre Freundin und erfragt mit Nachdruck, ob der SchattenClan Probleme hat. Bernsteinpelz gibt irgendwann auf und erklärt Eichhornschweif, dass die aggressiven Hauskätzchen immer wieder einzelne SchattenClan-Katzen angreifen und dann im Wald zurücklasse. Krallenpfote wurde von den Hauskätzchen schwer verletzt und konnte sich ins Lager zurück schleppen, ist dort jedoch gestorben. Eichhornschweif bietet ihr die Hilfe des DonnerClans an und rennt zurück ins DonnerClan-Lager, wo sie Feuerstern davon überzeugt, dass sie dem SchattenClan helfen müssen. Im DonnerClan gibt es zwar Widerstand, aber trotzdem schickt Feuerstern eine Patrouille, um den SchattenClan Unterstützung anzubieten.

Kapitel 12

Bernsteinpelz führt die DonnerClan-Patrouille in das SchattenClan-Lager, wo die DonnerClan-Katzen Schwarzstern ihre Hilfe anbieten. Schwarzstern akzeptiert die Hilfe auf Druck seiner Clan-Katzen, sodass die beiden Clans gemeinsam einen Plan entwickeln, um den beiden Hauskätzchen eine Lektion zu erteilen und sie zu dem Versprechen zu zwingen, die Clan-Katzen in Ruhe zu lassen.

Die gemeinsame Patrouille begibt sich zu dem Nest der Zweibeiner und Bernsteinpelz spielt die verletzte Kätzin, um die beiden Hauskätzchen hervorzulocken. Die Clan-Katzen überrumpeln die Hauskätzchen, die sich zunächst wehren, gegen die Überzahl an Clan-Kriegern jedoch keine Chance haben. Sie versprechen, die Clans in Frieden zu lassen. Eichhornschweif lobt Brombeerkralle für sein perfektes Timing und auch er lobt sie für ihren guten Einsatz, doch dabei spürt Eichhornschweif die Kälte in seinen Worten.

Kapitel 13

Nachdem die kranken FlussClan-Katzen versorgt sind, begibt sich Blattsee auf den Heimweg zum DonnerClan, wo sie Feuerstern von ihrem Erfolg berichtet. Auf dem Weg zu Rußpelz bemerkt sie, dass Lichtherz Regenpelz einen Splitter zieht und anschließend Kräuter zu Mausefell bringt, was der jungen Heilerin einen Stich aus Eifersucht versetzt. Sie berichtet auch Rußpelz von den Ereignissen beim FlussClan und holt sich anschließend Frischbeute. Am Frischbeutehaufen trifft sie auf Eichhornschweif, die ihr von den Hauskätzchen im SchattenClan-Territorium erzählt. Dabei bemerkt Blattsee erneut einen Stich der Eifersucht, da sie merkt, wie gut sich Eichhornschweif und Aschenpelz verstehen und sie sich eine ebenso harmonische Beziehung zu Krähenfeder wünscht. 

Am Abend findet sich Blattsee im Traum an einem unbekannten Ort wieder, der außerhalb der Pfade ihrer Kriegerahnen des SternenClans liegt. Sie erkundet die Umgebung und bemerkt Brombeerkralle und Habichtfrost bei ihrem Vater Tigerstern sitzen.

Kapitel 14

Blattsee beobachtet die drei Tigerkatzen und hört, wie Tigerstern seinen Söhnen Ratschläge erteilt, wie sie zu starken Anführern werden können. Dabei fällt ihr auf, dass diese Lektionen das Potential beherbergen, die beiden Clan-Katzen zu tyrannischen Herrschern zu machen. Sie wendet sich panisch ab, als Tigersterns Blick in ihre Richtung deutet. Blattsee rennt verzweifelt davon, fühlt sich verfolgt und erwartet, dass Tigerstern sie jede Sekunde an der Kehle packen könnte. Plötzlich fällt sie und wacht erschrocken auf. Brombeerkralle steht vor ihr, da Feuerstern seine Katzen für die Große Versammlung aussucht.

Da Blattsee nicht mehr schlafen kann, beschließt sie, nach Kräutern zu suchen. Dabei begegnet sie Wolkenschweif, der Minka sehr geduldig ein paar Verteidigungstechniken beibringen will.

Kapitel 15

Feuerstern berichtet der Großen Versammlung von Birkenpfotes Ernennung zum Schüler und dass Minka und ihre Jungen vom DonnerClan aufgenommen wurden. Dafür erntet Feuerstern Kritik von Eschenkralle, der betont, dass Minka und ihre Jungen nicht im Clan geboren wurden. Im Anschluss daran sprechen Leopardenstern und Schwarzstern ihren Dank für die Hilfe des DonnerClans aus. Kurzstern erwidert, dass der DonnerClan sich nicht in die Angelegenheiten der anderen Clans einmischen soll. Während die Anführer streiten, zieht sich Blattsee zurück, um mit Krähenfeder zu sprechen. Sie wollte ihm eigentlich erklären, dass ihre Beziehung keine Zukunft hat, doch in seiner Anwesenheit kann sie die Worte nicht aussprechen. Krähenfeder schlägt vor, dass sie die Clans verlassen sollten, um zusammen sein zu können, doch Blattsee weiß nicht, ob sie ihr Leben als Heiler-Katze aufgeben kann.

Kapitel 16

Lichtherz hat Minkas Jungen beim Spielen im Bau der Heilerinnen gefunden und sucht ihre Mutter. Diese kommt gemeinsam mit Wolkenschweif ins Lager zurück und schickt ihre Jungen zurück in die Kinderstube. Lichtherz und Wolkenschweif beginnen sich zu streiten und Eichhornschweif beschließt, den zurückkehrenden Heilerinnen beim Aufräumen zu helfen. Sie bemerkt, dass Blattsee sich seit der Großen Versammlung komisch verhält und ihre Schwester einen Hauch von Schuldgefühlen ausstrahlt. Dennoch machen sich beide Schwestern auf, um Kräuter zu sammeln, wobei Blattsee vorschlägt, sich aufzuteilen.

Eichhornschweif wird durch den Schrei einer Eule geweckt und verlässt den Bau der Krieger so leise wie möglich, um niemanden zu wecken. Als sie sich im Lager umsieht, bemerkt sie, dass Blattsee sich aus dem Lager schleicht. Sie folgt ihr bis an die WindClan-Grenze, kehrt dort aber um und beschließt, Blattsee bei ihrer Rückkehr zu konfrontieren. Die beiden Schwestern streiten und Eichhornschweif fällt auf, dass Blattsee sich ihr gerne anvertrauen würde, dies jedoch nicht kann.

Kapitel 17

Blattsee trifft sich erneut mit Krähenfeder an der Grenze, als Rußpelz aus dem Unterholz auftaucht und die beiden konfrontiert. Sie erinnert Blattsee daran, dass sie den vom SternenClan vorbestimmten Pfad einer Heilerin eingeschlagen hat, der keinen Platz für die Liebe bereithält. Blattsee ist wütend und erwidert, dass Rußpelz ihre Gefühle nicht verstehen könnte, doch Rußpelz weiß sehr genau, wie es sich anfühlt, wenn man für den Pfad einer Heiler-Katze auf etwas persönlich sehr bedeutsames verzichten muss.

Blattsee flüchtet aus der Konfrontation mit ihrer Mentorin und rennt zum Mondsee, um Tüpfelblatt um Rat zu bitten. Die verstorbene DonnerClan-Heilerin erklärt ihr, dass Lichtherz einen neuen Sinn für sich finden musste und dass Eichhornschweif sie trotz allem liebt. Doch vor allem rät Tüpfelblatt der jungen Heilerin, auf ihr Herz zu hören. Blattsee entscheidet sich deshalb, die Clans gemeinsam mit Krähenfeder zu verlassen.

Kapitel 18

Einigen Katzen ist Blattsees Verschwinden bereits aufgefallen, daher macht sich Eichhornschweif im Anschluss an ihre Patrouille an der SchattenClan-Grenze auf, um ihre Schwester zu finden und zurückzuholen. Sie stößt an der WindClan-Grenze auf Brombeerkralle, der anbietet, sie auf das WindClan-Territorium zu begleiten. Nach einer Weile entdecken sie den Geruch von Blattsee und einem WindClan-Kater, weshalb Eichhornschweifs Hoffnung schwindet, ihre Schwester jemals wiederzusehen.

Kapitel 19

Gemeinsam mit Brombeerkralle sucht Eichhornschweif das Lager des WindClans auf, wo sie Blattsee vermuten. Gemeinsam mit ein paar WindClan-Katzen finden sie heraus, dass Blattsee und Krähenfeder die Clans verlassen haben. Am Abend kehren die beiden DonnerClan-Katzen ins Lager zurück, um den Clan von ihrer erfolglosen Suche zu berichten.

Kapitel 20

Blattsee und Krähenfeder laufen bereits den gesamten Tag durch die Hügellandschaft, als sie am Abend eine Kuhle finden, in der sie sich vor dem Wind schützen können. Blattsee gleitet in den Schlaf und träumt von einem dunklen Nebel, der alles verhüllt. Als der Nebel sich lichtet erkennt Blattsee den See bei den Territorien der Clans, doch statt Wasser ist der See voll mit Blut. Sie hört die düstere Prophezeiung „Blut wird Blut vergießen und rot in den See fließen, erst dann kehrt Frieden ein“ erneut in ihren Ohren hallen, als sie geweckt wird. Krähenfeder hat Mitternacht entdeckt, die die Clans vor einem Angriff der Dachse warnen will. Das Liebespaar weigert sich zunächst noch, zu den Clans zurückzukehren, entschließt sich später jedoch umzukehren und ihren Clan-Kameraden zu helfen.

Kapitel 21

Viele der DonnerClan-Katzen leiden unter Blattsees Entscheidung, den Clan zu verlassen. Rußpelz macht sich Vorwürfe und Lichtherz glaubt, sie habe Blattsee zu sehr ersetzt. Auch Eichhornschweif leidet besonders unter dem Verlust und hält sich daher beschäftigt. Sie wird von vielen Katzen dazu gedrungen, sich auszuruhen, doch währenddessen brechen viele Dachse in das Lager des DonnerClans hinein. Die DonnerClan-Katzen kämpfen um ihr Überleben, während Brombeerkralle Eichhornschweif ruft, um die Königinnen und die Jungen aus dem Lager zu bringen. Doch Ampferschweif kann die Kinderstube nicht verlassen, da sie ihre Junge bekommt. Farnpelz wird von Eichhornschweif beauftragt, Rußpelz zu suchen, während Brombeerkralle und Eichhornschweif die Jungen aus dem Lager bringen.

Kapitel 22

Nachdem Minka, Rauchfell und die Jungen in Sicherheit gebracht sind, eilt Brombeerkralle Feuerstern zur Hilfe, der den Lagereingang verteidigt. Eichhornschweif zeigt den verwundeten Katzen den Weg aus dem Lager hinaus. Anschließend will sie Schlammfell aus dem Lager helfen, doch der Kater kann wegen zwei gebrochener Hinterbeine nicht klettern und wird von einem Dachs getötet. Eichhornschweif unterstützt anschließend Aschenpelz und bemerkt dann, dass Farnpelz von einem jungen Dachs zur Seite geschleudert wird, sodass der Dachs in die Kinderstube eindringen kann.

Kapitel 23

Als Blattsee und Krähenfeder die Trittsteine erreichen, steht der Mond bereits am Himmel. Der WindClan-Kater besteht darauf, seine geliebte Blattsee zum DonnerClan zu begleiten. Als sie das DonnerClan-Lager erreichen, stellen sie fest, dass die Dachse bereits im Lager sind. Blattsee und Krähenfeder eilen Eichhornschweif zur Hilfe, da ein Dachs gerade dabei ist, die junge Kriegerin zu töten. Eichhornschweif erklärt den beiden, dass ein Dachs in die Kinderstube eingedrungen ist, wo Rußpelz Ampferschweif bei der Geburt ihrer Jungen helfen wollte. Die beiden machen sich auf, um den Dachs zu vertreiben. Danach bemerkt Blattsee den reglosen Körper von Rußpelz, die bereit ist, sich dem SternenClan anzuschließen, so wie es ihr vorbestimmt war. Krähenfeder erkennt, dass Blattsees Herz nach wie vor am DonnerClan hängt und Tüpfelblatt Recht behalten hat, denn Blattsee ist ihrem Herzen gefolgt. Die junge Heilerin macht sich auf, um Ampferschweif bei der Geburt zu helfen, während Krähenfeder dabei hilft, die Dachse von der Kinderstube fernzuhalten.

Kapitel 24

Obwohl sich die Reihen der Dachse langsam lichten, ist die Lage für den DonnerClan nach wie vor angespannt. Eichhornschweif erkennt einige bewegungslose Fellhaufen im Lager und fragt sich, wie viele DonnerClan-Katzen durch diesen Angriff gestorben sind. Sie begibt sich wieder in den Kampf, bis sie Mitternacht, die alte Dächsin vom Wassernest der Sonne erkennt. Mitternacht konnte den DonnerClan zwar nicht rechtzeitig warnen, hat aber den WindClan um Unterstützung gebeten. Gemeinsam können die beiden Clans die übrigen Dachse vertreiben, wodurch die DonnerClan-Katzen durchatmen und sich sortieren können. Blattsee verkündet die Geburt von vier Jungen. Als Feuerstern sich bei Kurzstern bedanken will, wird er von Dornenkralles erschrockenem Jaulen unterbrochen, denn Sturmpelz und Bach stehen im Lagereingang und schauen sich verwundert um.

Analyse

Dieser Band befasst sich sehr viel mit Blattsee und ihrer chaotischen Gefühlswelt. Auslöser dafür ist die Liebe zu Krähenfeder, die sich bereits im vorherigen Band entwickelt hat. Diese Liebe führt nun aber dazu, dass Blattsee sich nicht auf ihre Aufgabe als Heiler-Katze konzentrieren kann und deshalb öfters mit Rußpelz in Streit gerät. Zudem zeigt Blattsee mehrfach, dass sie durch ihre Gefühle für Krähenfeder blind für die Realität geworden ist, da die junge Heilerin voreilige Schlüsse zieht. Beispielsweise sieht Blattsee sich in ihrer Rolle als Heiler-Katze angegriffen, da Lichtherz die beiden Heilerinnen unterstützt. Dies führt sogar soweit, dass Blattsee sich einbildet, der DonnerClan würde sie nicht mehr brauchen und letztlich in dem Entschluss endet, den Clan für immer zu verlassen, um mit Krähenfeder zusammen zu sein.

Dies wirft natürlich ein paar Fragen über Blattsee, ihre Liebe und den SternenClan auf und gibt mir die Gelegenheit, meine Theorie aus der Analyse von Sternenglanz erneut aufzugreifen. Meine Vermutung damals war, dass die Beziehung von Blattsee und Krähenfeder vom SternenClan intendiert oder zumindest gewollt gewesen sei, um die Prophezeiung der dritten Staffel (“Drei werden es sein, Blut von deinem Blut. Sie halten die Macht der Sterne in ihren Pfoten.”) vorzubereiten. Im vorherigen Band hat Federschweif den Kontakt zwischen den beiden Katzen hergestellt, da sie Blattsee gebeten hat, Krähenfeder auszurichten, dass er seine Augen nicht vor den lebenden Katzen verschließen soll. In diesem Band erklärt Federschweif der jungen Heilerin, dass sie gegen die Gefühle der Heiler-Katze nichts einzuwenden hat und Tüpfelblatt rät Blattsee, ihrem Herzen zu folgen, obwohl offensichtlich ist, dass Blattsee blind vor Liebe ist. Ich werde diese Theorie in den nächsten Bänden erneut aufgreifen und erweitern. Bis dahin können wir darüber diskutieren, was ihr von dieser Theorie haltet. 

Weiter geht es mit Brombeerkralle, der sich ja ebenfalls in Sternenglanz einem Sinneswandel unterzogen hat und Tigerstern für einen vertrauenswürdigen Mentoren hält. Zudem ist sein Vertrauen gegenüber Habichtfrost ungebrochen. Dies führt immer wieder zu Streitigkeiten mit Eichhornschweif, da der naive Tigerkater nicht akzeptieren will, dass Eichhornschweif eine andere Meinung über Habichtfrost hat. Seine wahrscheinlich regelmäßig stattfindenden Treffen mit Tigerstern resultieren auch in einer Verhaltensänderung von Brombeerkralle in der Welt der Clan-Katzen, so kritisiert er Feuerstern dafür, dass er Minka und ihre Jungen in den Clan aufnimmt, obwohl sie doch Hauskätzchen wären. Diese selten dämliche Aussage trifft besonders Eichhornschweif, die äußerst wütend darauf reagiert. Aber auch allgemein stumpft Brombeerkralle aus Sicht von Eichhornschweif emotional immer mehr ab, da er es beispielsweise als Zeitverschwendung ansieht, wenn sich Katzen bei ihren Pflichten etwas Spaß haben. Für diese emotionale Abstumpfung gibt es auch ein paar ineinandergreifende Gründe. Brombeerkralle will grundsätzlich nur das Beste für seinen Clan und ist deshalb von sich aus auch der Überzeugung, dass Feuerstern einen neuen Zweiten Anführer braucht, da niemand weiß, wie es Graustreif geht. Zusätzlich wurde Brombeerkralle in der Vergangenheit immer wieder verdeutlicht, dass er das Potential für einen guten Anführer in sich trägt. An diesem Punkt können Tigerstern und Habichtfrost mit ihrer Manipulation ansetzen, um Brombeerkralle in einen ungesunden Ehrgeiz zu treiben. Gleichzeitig ist Brombeerkralle mit Eichhornschweif zerstritten und leidet unter der gescheiterten Beziehung und fühlt sich durch die ständige Eifersucht, wenn er Eichhornschweif und Aschenpelz zusammen sieht, immer wieder verletzt, weshalb der Ehrgeiz und die Treffen mit Tigerstern und Habichtfrost als willkommene Ablenkung für ihn bereitstehen.

Diese Verhaltensänderungen seitens Brombeerkralle führen dazu, dass Eichhornschweif sich mehr und mehr von ihm distanziert und sich fragt, wie sie ihn jemals lieben konnte. Sie beharrt dabei weiterhin auf ihre Sichtweise, lässt aber auch keine Widerrede seitens Brombeerkralle zu. Die Beziehung der beiden leidet weiterhin unter denselben Problemen, wie in der Analyse zu Sternenglanz bereits beschrieben. Doch besonders in diesem Band nähert sie sich Aschenpelz immer mehr an. Sie bemerkt dabei auch, dass Aschenpelz sie liebt, doch sie erwidert die Liebe nicht. Sie sieht Aschenpelz viel mehr als sehr guten Freund und in gewisser Weise auch als Ersatzbefriedigung für ihre gescheiterte Beziehung, die sie aber doch nicht ganz loslassen kann. Ebenfalls fällt ihr auf, dass Brombeerkralle eifersüchtig auf ihre gute Freundschaft mit Aschenpelz sein könnte und sie reflektiert darüber, wie sie und Brombeerkralle sich in den letzten Wochen gegenseitig behandelt haben. Sie vertauscht jedoch Auslöser und Reaktion und relativiert ihr Verhalten Brombeerkralle gegenüber daher. Im späteren Verlauf interpretiert sie ein – wenngleich sehr emotionslos und kalt hervorgebrachtes – Lob von Brombeerkralle als einen Akt der Feindschaft. Dennoch schafft sie es in Zeiten der Größten Not mit Brombeerkralle zusammenzuarbeiten.

An dieser Stelle widmen wir uns einmal Kurzstern und seiner Kritik am DonnerClan. Der WindClan-Anführer wirft seinen alten Freunden vor, sich zu stark in die Angelegenheiten der anderen Clans einzumischen. Feuerstern empfindet diese Kritik als Zurückweisen der alten Freundschaft zwischen DonnerClan und SchattenClan, doch ich stimme Kurzstern zu. Die anderen Clans wären heute nicht da wo sie sind, wenn der DonnerClan geholfen hätte. In der ersten Staffel ging es mit unterstützender Hilfe los, wie das Teilen von Frischbeute. Ab der zweiten Staffel wirkt das ganze jedoch so, als wenn die Clans ohne die Unterstützung des DonnerClans nichts schaffen würden. Beispielhaft dafür ist die Evakuierung des SchattenClan-Lagers im alten Wald, bei der Feuerstern eines seiner Leben für die SchattenClan-Katzen verloren hat. Oder in diesem Band, als der SchattenClan nicht alleine gegen zwei Hauskätzchen ankommt. Dabei muss man aber auch zugeben, dass einige Clan-Katzen – vor allem aus dem DonnerClan – den Konkurrenzkampf der Clans aus den Augen verloren haben. Denn die Clans leben seit sehr, sehr vielen Mondwechseln in Konkurrenz zueinander, die Zeit der Reise ist da nicht mehr als ein kleiner Regentropfen auf die heißen Sonnenfelsen. Er ist daher Teil der Geschichte der vier Clans, so wie es das Gesetz der Krieger ebenfalls ist. Dennoch bin ich absolut dafür, dass sich die Clans gegenseitig helfen – wie es auch das Gesetz der Krieger will, dabei sollte jedoch eine gute Balance aus gegenseitiger Unterstützung und eigenständigem Handeln gefunden werden. Diese Balance ist aus meiner Sicht in dieser Staffel jedoch in Schieflage geraten. 

Zu guter letzt folgt noch eine Kleinigkeit, die mir aufgefallen ist. Denn das Buchenpfote erst am Abend an der Schafgarbe zu ersticken droht, macht zeitlich für mich keinen Sinn, da seine Behandlung ja deutlich früher bereits stattgefunden hat. Ich kann mir an dieser Stelle vorstellen, dass dies als Zeichen für Mottenflügel dienen sollte, dass Maulbeerjunges das Potential als Heilerin hat.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.